USC Eisvögel

Verletzungen der Basketballerinnen schmälern Chancen vor Keltern-Spiel

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 18. Februar 2017

USC Eisvögel

Verletzte Zähne und malades Knie machen USC-Basketballerinnen vor Keltern-Spiel zu schaffen.

FREIBURG. Weil derzeit alle Welt sich über US-Präsident Donald Trump lustig macht, nimmt sich dieses Recht auch der USC Freiburg heraus. Auf der Vereinshomepage titeln die Eisvögel "Make Baden great again" – und das kann der Klub bei nur einem Heimspiel in dieser Saison mit Fug und Recht machen. Denn der Gegner an diesem Samstagabend (19.30 Uhr in der Unisporthalle) ist die Mannschaft aus Keltern bei Pforzheim, einziger Konkurrent des USC in der Zwölfer-Liga aus Baden.

Keltern ist der aktuelle Tabellenführer der ersten Basketball-Bundesliga der Frauen. Mit kräftiger Sponsorenunterstützung hat sich das Team aus dem Enzkreis in seinem zweiten Erstliga-Jahr auf eine Höhe mit Serienmeister Wasserburg geschwungen – vielleicht so gar darüber. Denn beide Punktspiele zwischen den beiden Spitzenmannschaften der Liga hat der Emporkömmling für sich entschieden.

Dass der USC Freiburg am 18. von 22. Hauptrundenspielen als Tabellenvorletzter dem Spitzenreiter ein Bein stellt, ist unwahrscheinlich. Denn die Mannschaft von Trainer Sascha Bozic hatte nur eine "durchschnittliche Trainingswoche". Zum einen kann Topscorerin Kristen McCarthy wegen Schmerzen im linken Knie nicht spielen. Sie soll Zeit zum Genesen bekommen für die vier restlichen Hauptrundenspiele, in denen der USC gegen ebenfalls abstiegsgefährdete Teams spielen und den Klassenerhalt doch noch unter Dach und Fach bringen will. Zum anderen wurden bei Mariesa Greene nach Zusammenprall mit Satou Sabally im Training drei Zähne in Mitleidenschaft gezogen, so dass die US-Amerikanerin nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sein dürfte.

Übrigens: Nach dem Punktabzug von vor zehn Tagen – verursacht durch einen (vermeintlichen) Regelverstoß in Bezug auf den Einsatz von Jovana Vukoje – hat der USC fristgerecht Widerspruch eingelegt. Der ist auch bei der Liga eingegangen. Aber über den Widerspruch wurde noch nicht entschieden. Das soll wohl in den nächsten zwei Wochen geschehen. "Die Spielleitung der Liga wird prüfen, ob durch den USC neue Erkenntnisse vorgelegt wurden. Falls das nicht der Fall ist, bleibt der Punktabzug bestehen. Dann haben die Freiburger aber noch die Möglichkeit, vors Schiedsgericht zu ziehen", sagte Achim Barbknecht, der Geschäftsführer der Liga auf Nachfrage der BZ.