Wenn im Advent kein (Heim-)Lichtlein brennt

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Fr, 24. November 2017

USC Eisvögel

USC bestreitet schon am Samstag das letzte Heimspiel des Jahres.

BASKETBALL. An so etwas können sich selbst Langzeit-Anhänger des USC Freiburg nicht erinnern: dass das letzte Heimspiel des Jahres bei den Basketballerinnen des USC Freiburg bereits vor dem ersten Advent stattfindet. In diesem Jahr ist es der Fall – wobei es die Partie in sich hat, mit der sich die Eisvögel bereits am Samstag (19.30 Uhr/Unisporthalle) für das Jahr 2017 vom eigenen Publikum verabschieden: Es ist das Spiel zwischen dem Tabellenführer Freiburg und dem Tabellenzweiten Bad Homburg.

"Natürlich wären wir lieber noch mal im Dezember vor den eigenen Fans angetreten", sagt USC-Trainer Pierre Hohn. Aber ändern kann er den Spielplan nicht. Der weist nach dem Aufeinandertreffen mit Bad Homburg noch die Auswärts-Punktspiele in Würzburg (3. Dezember) und Speyer-Schifferstadt (16. Dezember) sowie das Pokal-Achtelfinale beim viertklassigen schleswig-holsteinischen BC Rendsburg (9. Dezember) aus.

Weil der Abschied in der besinnlichen Jahreszeit also ausfällt, wollen die Eisvögel die Partie gegen Bad Homburg zu etwas Besonderem machen. Mit einem speziellen Rahmenprogramm, das die Versteigerung des Originaltrikotsatzes des Teams der vergangenen Saison umfasst. Aber auch mit einer speziellen Leistung der jetzigen Auswahl auf dem Parkett.

Nach dem spielfreien vergangenen Wochenende hat USC-Trainer Pierre Hohn schon festgestellt, dass seine Spielerinnen "richtig heiß" sind auf die Partie gegen den Verfolger aus Hessen. "Die Qualität und die Stimmung im Training sind besser als in den Wochen zuvor. Alle freuen sich auf das Duell", sagt Hohn.

Das Team aus Bad Homburg hat ebenso wie der USC, der am Samstag in Bestbesetzung antreten kann, 14 Punkte auf dem Konto. Allerdings hat der Tabellenzweite in neun Partien schon zweimal verloren, während sich die Eisvögel in acht Begegnungen lediglich einmal geschlagen geben mussten (bei Keltern II).

In Freiburg und Bad Homburg treffen nicht nur der Erst- und Zweitplatzierte aufeinander. Es sind auch die beiden Teams mit der stärksten Offensive. Der USC erzielt durchschnittlich stolze 76 Zähler, die Hessen immerhin 71. "Das Team wird gewinnen, das die stärkere Verteidigungsleistung zeigt", prognostiziert Pierre Hohn.

Die Falken aus Bad Homburg sind neben Krofdorf der einzige Verein der zweiten Liga Süd, der fünf ausländische Spielerinnen in seinem Kader hat. Zählt man die inzwischen mit deutschem Spielerpass auftretende und aus Bulgarien stammende Gergana Georgieva hinzu, sind es sogar sechs ausländische Basketballerinnen. Fünf davon punkten im Schnitt zweistellig. "Da müssen wir sehr aufpassen", warnt Hohn.