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26. April 2012
"Wir sind titelhungrig"
Dirk Nowitzki ist mit den Dallas Mavericks erneut in die Playoffs der Nordamerikanischen Basketball-Profiliga (NBA) eingezogen.
DALLAS (dpa). Es wird wieder ernst für Dirk Nowitzki. In den Playoffs der Nordamerikanischen Basketball-Profiliga (NBA) hofft der deutsche Spieler auf den nächsten Titel. In Extraschichten mit seinem Mentor Holger Geschwindner bringt er sich in Schwung.
Sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen? Das ist nichts für Dirk Nowitzki. Obwohl sich der Basketballer mit dem Titelgewinn im vergangenen Jahr seinen großen Traum bereits erfüllt hat, scheint er vor den an diesem Wochenende beginnenden Playoffs so motiviert wie eh und je. "Wir sind titelhungrig, denn wenn man einmal der Beste war, dann will man dieses schöne Gefühl wieder erleben", sagt der 33-Jährige. Alles andere als die Meisterschaft sei für ihn nicht interessant. "Ob du in der ersten, zweiten oder dritten Runde ausscheidest, ist egal, wenn du nicht den Titel holst", machte Nowitzki kurz vor dem Ende der Hauptrunde deutlich. An diesem Donnerstag (Ortszeit) bestreiten die Mavs ihre letzte Partie in der wegen des Lockouts auf 66 Spiele reduzierten Saison. Dann geht es in den Playoffs erst richtig los.Werbung
Mit wem sich der Titelverteidiger zum Auftakt messen muss, steht noch nicht fest. Nowitzki ist der erste Kontrahent nicht gerade egal. "Im Westen geht es knüppelhart zu. San Antonio, Oklahoma, die Los Angeles Lakers – gegen keinen möchte man so richtig gern spielen", sagte der 2,13-Meter-Riese. Als Gegner infrage kommen noch die Oklahoma City Thunder mit Star Kevin Durant und die Los Angeles Lakers um Ausnahmespieler Kobe Bryant. Gegen beide Teams ist die Bilanz der Mavs in dieser Spielzeit negativ. Gegen die Thunder gab es in vier Begegnungen nur einen Sieg, gegen die Lakers gingen alle vier Duelle verloren.
Doch Nowitzki verbreitet Optimismus. "Das Wichtigste ist, dass wir verletzungsfrei bleiben und unsere beste Leistung jetzt in den Playoffs abrufen können", sagte der Dallas-Kapitän. Dass die Mavericks in der Woche vor den Playoffs nur noch ein Spiel zu bestreiten haben, ist ein Vorteil. Am Sonntag und Montag strich Coach Rick Carlisle sogar das Training, damit seine Profis neue Kraft tanken konnten. "Das tut uns auf jeden Fall gut, weil wir eben nicht mehr das jüngste Team sind", sagte Nowitzki. Er selbst legte die Beine aber nicht hoch. Vielmehr absolvierte er wie in jedem Jahr vor Beginn der K.o.-Runde wieder Extraschichten mit seinem Mentor Holger Geschwindner.
Schon gegen Ende der Hauptrunde ging es für Deutschlands Sportler des Jahres wieder bergauf. Er war regelmäßig bester Werfer und wie auch schon im erfolgreichen Titelendspurt im Jahr 2011 der unangefochtene Anführer seiner Mannschaft.
Das war allerdings nicht immer so. Nach der kurzen Vorbereitungszeit durch die Europameisterschaft und den ziemlich abrupt beendeten Lockout tat sich Nowitzki anfangs sehr schwer. Zwischenzeitlich nahm ihn Carlisle sogar eine Woche aus dem Spielbetrieb, damit sich Nowitzki wieder fangen konnte. "Die Woche Spielpause hat mir dann sehr gut getan, da habe ich hart gearbeitet. Jetzt ist alles wieder in Ordnung", sagte Nowitzki.
Wie im Vorjahr hat die Mavericks auch dieses Mal keiner der Experten und Gegner auf der Rechnung. Zu schwankend und wechselhaft präsentierte sich der Champion. Doch Nowitzki und sein Team ziehen daraus nur zusätzliche Motivation. "Das ist für uns nichts Neues. In den Playoffs werden die Karten neu gemischt", sagte Nowitzki.
Geht es nach ihm, wird er seine Karriere in Dallas beenden. Der Deutsche setzt darauf, dass ihm Klubboss Mark Cuban im Sommer einen zweiten Star à la Deron Williams oder Dwight Howard an die Seite stellt. Dass er dann ein wenig ins zweite Glied rücken würde, das würde Nowitzki in Kauf nehmen. "Das haben schon andere gemacht, Shaq O’Neal oder Scottie Pippen zum Beispiel", sagte Nowitzki der Sport-Bild.
Autor: dpa



