Basketball

Zweiter Heimsieg der Freiburger Eisvögel – 82:59 gegen Bamberg

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Sa, 07. Oktober 2017 um 22:49 Uhr

USC Eisvögel

Freiburgs Basketballerinnen finden sich in der zweiten Liga Süd zumindest bei Heimspielen sehr gut zurecht. Gegen das Team von Bamberg gibt’s einen am Ende klaren 82:59 (38:32)-Erfolg. Es ist der zweite Heimsieg des USC.

Nach dem Auftaktsieg vor einer Woche gegen Speyer-Schifferstadt (79:48) und der Auswärtsniederlage am Tag der Deutschen Einheit bei der Erstliga-Reserve von Keltern nach zweimaliger Verlängerung (85:91) trafen die Eisvögel auf eine Mannschaft, die zu den Favoriten für einen der ersten vier Plätze zählt, die für die Playoffs maßgeblich sind. Allerdings haben die Franken, deren Männermannschaft seit Jahren das Aushängeschild des deutschen Vereinsbasketballs ist, einen Fehlstart hingelegt. In den ersten zwei Spielen gab es zwei Niederlagen – und nun sind es drei Verlustpartien in drei Spielen.

Pressverteidigung hat Erfolg

Das junge USC-Team (Durchschnittsalter 19,2 Jahre) lag nur einmal zurück – in den ersten Sekunden (0:2). Dann führte die Mannschaft von Trainer Pierre Hohn – oder es stand unentschieden. Bamberg war vor allem Ende der ersten Halbzeit auf Augenhöhe mit den Freiburgerinnen, drei ausgeglichene Spielstände bestätigen das (25:25, 27:27, 29:29). Aber dann verführte die USC-Pressvertiedigung den Gast zu einer Reihe von Fehlpässen. Der USC setzte sich bis zur Halbzeit leicht ab (38:32). Im dritten Viertel wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut. Die Trefferquote bei Zweipunktwürfen stieg entscheidend an – 36 Prozent waren es in der ersten Halbzeit, 56 Prozent am Schluss. Als dann gleich drei der neun Bamberger Spielerinnen mit vier Fouls belastet waren (beim fünften Foul müssen die Spielerinnen das Parkett verlassen), war die Gegenwehr der Franken gebrochen und den Breisgauerinnen fiel es zunehmend leichter, zu Punkten zu kommen.

Der Trainer ist zufrieden

"Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, ich bin zufrieden", sagte USC-Trainer Hohn. Ihm gefiel unter anderem, dass "viele Spielerinnen in der Offensive Verantwortung übernommen haben" – was sich schon dadurch zeigte, neun von zehn Spielerinnen punkteten. Die Systeme wurden gut zu Ende gespielt, auch wenn ab und an die 24-Sekunden-Zeit, die für einen Angriff laut Regelwerk zur Verfügung steht, überstrapaziert wurde. "Der Ball lief gut. Man hat das Potenzial des Teams gesehen", sagte Hohn. Nun gelte es, diese Energie auch auswärts aufs Parkett zu bringen.

Lea Ouedraogo und Ilka Hoffmann, zwei Spielerinnen, die schon in der vergangenen Saison im damaligen Erstliga-Kader des USC waren, sehen ihr Team ebenfalls auf dem richtigen Weg. "Nach der Niederlage in Keltern haben wir uns gesagt, wir müssen von Anfang an Vollgas geben. Das haben wir gemacht", analysierte Psychologiestudentin Ouedraogo (20), die mit elf Punkten drittbeste Scorerin ihres Teams war. Teamkollegin Ilka Hoffmann (22) sagte: "Wir haben die taktischen Vorgaben des Coaches gut umgesetzt. Und wenn man nach drei Vierteln mit 66:44 führt, ist es dann auch einfacher, die Partie zu Ende zu bringen."

Nächstes Spiel in Krofdorf

Am Sonntag, 15. Oktober, steht für die USC-Frauen das nächste Zweitliga-Auswärtsspiel statt. Dann geht’s nach Krofdorf, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Wettenberg im Landkreis Gießen. Die Krofdorf Knights haben nach drei Spielen – ebenso wie die Eisvögel zwei Spiele und eine Niederlage auf ihrem Konto. Die Freiburgerinnen werden also viel Energie brauchen, um sich dann durchzusetzen.

Für den USC Freiburg spielten gegen Bamberg: Zdravevska 9 Punkte, Rodefeld 8, Wieczorek (2), Ch. Zehender 4, Schipek, Hoffmann 6, Ouedraogo 11, Hughes 14/davon 2 Dreier, Gaffney 22, Mayer 6.