Bereit für eine schöne Bescherung

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Fr, 22. Dezember 2017

Schwenningen Wild Wings

Die Wild Wings fordern am Tag vor Heiligabend die Adler Mannheim heraus und gastieren am zweiten Feiertag in Augsburg.

EISHOCKEY. Die Wild Wings bestreiten morgen, Samstag, 18 Uhr, in der ausverkauften Mannheimer SAP-Arena das Baden-Württemberg-Derby. Am zweiten Weihnachtsfeiertag sind die Schwenninger in Augsburg gefordert.

Die Wild Wings sind am Samstag vor laufenden Fernsehkameras in der mit 13 600 Zuschauern ausverkauften SAP-Arena unvermittelt der Favorit. Das Duell der ungleichen Teams steht diesmal unter anderen Vorzeichen. Der Underdog Schwenningen ist mit 50 Punkten aus 34 Spielen Tabellensechster, die Startruppe aus Mannheim belegt mit 46 Zählern aus 33 Partien lediglich Rang neun in der DEL-Tabelle. Auch nach dem Rauswurf von Trainer Sean Simpson läuft es bei den Nordbadenern nicht. Der neue Coach Bill Stewart verlor vier von bislang fünf Spielen unter seiner Regie. Zuletzt setzte es für die Mannheimer am Dienstag eine 1:5-Heimschlappe gegen Augsburg. Der geschäftsführende Gesellschafter der Adler, Daniel Hopp, fand deutliche Worte: "Die Spieler müssen mit mehr Stolz und Leidenschaft unser Trikot tragen. So wie wir gegen Augsburg aufgetreten sind, das war beschämend, ich bin stocksauer."

Hopp erwartet morgen gegen die Wild Wings eine entsprechende Reaktion der Mannschaft. "Es ist momentan eine schwere Zeit für die Mannheimer. Die sind in einer gefährlichen Situation", so Schwenningens Trainer Pat Cortina. "Wir sollten aber nicht so sehr auf die Adler, sondern auf uns schauen und unser Eishockey spielen." Der Schwenninger Übungsleiter würde mit seinem Team morgen nur zu gerne siegen. Bislang ist es noch keinem Wild-Wings-Coach gelungen, in der SAP-Arena zu gewinnen. "Es ist ein besonderer Gegner und ein besonderes Spiel", sagt Cortina über das Derby. Am 27. Oktober waren die Schwenninger dem Sieg nahe, unterlagen dann aber doch in Mannheim mit 3:4 nach Penaltyschießen. Das erste Saisonspiel hatten die Wild Wings zu Hause mit 2:4 verloren.

"Wir müssen das Spiel einfach halten, über unseren Mannschaftsgeist, läuferische Stärke und hart geführte Zweikämpfe kommen", hat Dominik Bittner ein Rezept, wie es morgen mit einem Sieg in Mannheim klappen könnte. Der Verteidiger, der aus dem Nachwuchs der Adler stammt und bis zur vergangenen Saison noch für sie spielte, hat kaum noch Kontakt zu seinen ehemaligen Mannschaftskameraden. "Ich habe da einen Cut gemacht, ich konzentriere mich ganz auf Schwenningen. Ich möchte mich hier mit der Mannschaft weiterentwickeln."

Personell werden die Wild Wings unverändert zum vergangenen Dienstag, als sie einen 3:2-Sieg nach Verlängerung in Wolfsburg einfuhren, antreten. Uli Maurer wird wieder in der Verteidigung auflaufen. Für Benedikt Brückner könnte nach einer Schultereckgelenksprengung die Saison vorbei sein. Trotzdem wollen die Wild Wings für ihn keinen Spieler nachverpflichten. Am 24. und 25. Dezember hat Cortina seinem Team frei gegeben. Am Morgen des zweiten Weihnachtsfeiertags wird wieder trainiert.