Der Gegner jubelt einmal mehr

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Mo, 05. Februar 2018

Schwenningen Wild Wings

Die Schwenninger Wild Wings verlieren das letzte DEL-Spiel vor der Olympia-Spielpause auf eigenem Eis gegen Berlin mit 1:2.

EISHOCKEY. "Durch die Niederlage gehen wir leider mit keinem guten Gefühl in die Olympiapause. Meine Hoffnung ist aber ungetrübt, gute Arbeit und Einstellung werden am Ende entscheiden", sagte Pat Cortina, der Trainer der Schwenninger Wild Wings nach der 1:2-Heimniederlage in der DEL gegen die Eisbären Berlin. Er glaube weiter an das Erreichen der Playoffs, sagte Cortina.

"Leidenschaft und Arbeitsmoral waren vorhanden, leider waren wir vor dem gegnerischen Kasten nicht effektiv genug. Unsere Chancen auf die Playoffs sind in meinen Augen aber nicht wirklich gesunken", sagte Cortina. Vor den letzten drei Saisonspielen nach der Olympiapause – am Mittwoch, 28. Februar, daheim gegen Mannheim, am Freitag, 2. März, in Iserlohn und zum Abschluss am Sonntag, 4. März, zu Hause gegen Wolfsburg – ist der Vorsprung des Tabellenzehnten Schwenningen auf den Elften Düsseldorfer EG auf drei Punkte zusammengeschmolzen. Immerhin, das Torverhältnis der Schwenninger ist mit minus zehn gegenüber der DEG mit minus 20 besser.

Die Düsseldorfer müssen noch in Nürnberg und zu Hause gegen Berlin antreten – für beide Kontrahenten geht es noch um die Champions-League-Qualifikation. Am letzten Spieltag tritt die DEG daheim gegen den Vorletzten Krefeld an, der wettbewerbsverzerrend schon zahlreiche Spieler abgegeben hat. Eine vermeintlich leichte Aufgabe. Allerdings geht für Schwenningen auch noch nach vorne einiges, wenn man die direkten Konkurrenten Mannheim und Iserlohn besiegt. "Wir haben noch drei extrem wichtige Spiele vor uns. Wir hoffen, dass bis dahin die Verletzten Jussi Timonen und Mirko Sacher zurückkehren", sagte Coach Cortina.

"Jeder von uns weiß, um was es geht", erklärt Will Acton. Allerdings agierte der Schwenninger Kapitän in den vergangenen Partien glücklos. Der 30-Jährige ist seit fünf Spielen ohne Torerfolg. "Ich versuche, etwas zu kreieren. Ich arbeite, Chancen sind da, aber Treffer wollen keine glücken", sagt Acton. Der Schwenninger Topscorer mit 46 Punkten (17 Tore/29 Assists): "Die Niederlage gegen Berlin war sehr enttäuschend. Keine Frage, es war ein wichtiges Spiel, das da verlorenging. Zwei kleine Fehler haben zu Gegentoren geführt. Wobei ich eigentlich nicht der Meinung bin, dass uns das unglückliche Gegentor am Anfang aus dem Konzept gebracht hat."

Sieben Mal agierten die Wild Wings in Überzahl, die Torausbeute war null. Der 1:0-Führungstreffer durch Stefano Giliati war bereits nach 71 Sekunden beim Spiel fünf gegen fünf gefallen. "Wir haben uns in den Überzahlspielen gegen Berlin 14 Torchancen erspielt, das ist gut", sagte Cortina und will das Argument des schwachen Powerplays nicht so richtig gelten lassen. Indes, die Überzahl-Erfolgsquote von 13,61 Prozent ist schwach und die zweitschlechteste der Liga. Nur Ingolstadt ist mit einem Mann mehr auf dem Eis noch harmloser mit einer Erfolgsquote von 12,06 Prozent. "Es mag ja sein, dass das Powerplay von Berlin etwas schneller wirkte. Wir hatten aber durchaus unsere Chancen in Überzahl, aber wir haben eben nicht getroffen", so Acton.

Trainer Cortina: "Will Acton ist sehr wichtig für uns"

Cortina nimmt seinen Kapitän, der in einer Formkrise steckt, in Schutz: "Will ist sehr wichtig für uns. Er kann aber nicht alles alleine machen. Er ist ein bisschen verletzt, wir brauchen uns um ihn aber keine großen Sorgen machen." Acton: "Ich bin nicht wirklich verletzt, jeder Spieler hat in dieser Saisonphase das ein oder andere kleine Wehwehchen."

Die Wild Wings haben nun bis Fastnachtsmontag, 12. Februar, trainingsfrei. "Ich werde nicht wegfahren, sondern in Hochemmingen bleiben. Ich werde versuchen, meine Frau Tara mit unserem vier Wochen alten Sohn Cody und unserer zwei Jahre alten Tochter Macey etwas zu entlasten." Acton will sich aber auch das eine oder andere Eishockeyspiel von den Olympischen Spielen vor dem Fernseher anschauen. "Ich habe mich zwar noch nicht mit dem Spielplan beschäftigt. Ich werde mir aber bestimmt einige Spiele anschauen. Schließlich kenne ich ja viele Jungs persönlich, vor allem die aus Deutschland, aber auch die aus Kanada und den USA."