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22. Juni 2012

Deutsche Lösung im Tor

Martinovic und Lang als Rückhalt der Wild Wings.

  1. Er will weiter die Nummer eins im Tor bleiben: SERC-Keeper Sinisa Martinovic Foto: reinhardt

EISHOCKEY (witt). Die Wild Wings haben vor der neuen Zweitliga-Saison erwartungsgemäß den Vertrag mit Stammtorhüter Sinisa Martinovic verlängert. Herausforderer der Nummer eins ist Lukas Lang aus Wolfsburg, den die Schwenninger in dieser Woche verpflichteten. Das Torhüter-Duo war seit etlichen Wochen am Neckarursprung im Gespräch. Jetzt wurde die "deutsche Lösung" im Tor perfekt gemacht. "Wir wollten stark leistungsbezogene Faktoren in den Verträgen drin haben, deswegen hat sich das Ganze etwas in die Länge gezogen", so SERC-Manager Stefan Wagner. "Wir haben jetzt ein starkes deutsches Torhütergespann", freut sich der Wild-Wings-Manager. Die Hierarchie unter den Torhütern ist für Wagner zumindest bis zum Saisonstart klar: "Martinovic ist erst einmal die Nummer eins."

Martinovic war während der Saison 2010/11 nach Schwenningen gekommen, konnte sich aber nicht gegen den kanadischen Keeper Steve Silverthorn durchsetzen. Silverthorn erhielt aber für die darauffolgende Runde keinen Vertrag mehr in Schwenningen. In der vergangenen Saison waren die Verantwortlichen bei den Wild Wings mit dem als Nummer eins gesetzten Martinovic zunächst nicht zufrieden und verpflichteten zudem Mathias Lange. Der Deutsch-Österreicher fiel aber verletzungsbedingt lange Zeit aus. In den letzten drei Playoff-Halbfinalspielen gegen Rosenheim stand dann aber doch wieder Lange zwischen den Pfosten, der nach der Saison zu seiner Frau in die USA zurückkehrte.

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Lang statt Lange, heißt es jetzt bei den Wild Wings. Der 25-jährige Lukas Lang hielt in der vergangenen Saison für die Grizzly Adams Wolfsburg in der DEL. Der Sohn von Torwart-Legende "Hexer" Karel Lang kam in Wolfsburg als Nummer zwei hinter Daniar Dshunussow aber nur zu neun Saisoneinsätzen. Auch in den zwei Jahren zuvor erhielt Lang als Ersatzmann des überragenden Fred Brathwaite bei den Adlern Mannheim wenig Eiszeit. In der Saison 2007/08 und 2008/09 kam der im tschechischen Brünn geborene Keeper hingegen auf 23 beziehungsweise 29 Saisonspiele für die Duisburger Füchse in der DEL. "Lukas gilt als Riesentalent, der es aber leider in der DEL nicht über die Nummer zwei hinaus gebracht hat", so SERC-Manager Wagner. "Er hat aber die Erfahrung aus Spielen auf höchstem Niveau wie etwa beim Spengler-Cup. Vielleicht ist das jetzt die richtige Rolle für ihn als Herausforderer von Martinovic."

Der 1,88 Meter große Tormann gilt als freundlicher und bisweilen extrovertierter Typ. Kenner der Wolfsburger Eishockeyszene vermuten, dass Langs lockere Art dem strengen Grizzly-Trainer Pavel Gross missfiel. Auch Martinovic, der derzeit in seiner Heimat in Kroatien weilt, gilt als lockerer Typ, der auch mal bei einem Trainer aneckt. "Als Jürgen Rumrich in der vergangenen Saison nach Schwenningen kam, hat er das Problem nicht in der Mannschaft, sondern in mir gesehen", so Martinovic. Jetzt, so "Silo", bleibe er sehr gerne in Schwenningen. "Es ist die beste Option für mich, ich finde keinen besseren Verein." Die Rollenverteilung im Tor der Wild Wings ist für den 31-Jährigen klar: "Ich war die Nummer eins und will die Nummer eins bleiben."

Autor: witt


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