"Die Tabelle war nie ehrlich"

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 23. Januar 2018

Schwenningen Wild Wings

Trainer Pat Cortina warnt die Cracks der Wild Wings.

EISHOCKEY (witt). Nach einem Null-Punkte-Wochenende droht dem DEL-Überraschungsteam der Wild Wings der Absturz. Der Einzug in die Playoff-Runde droht in Gefahr zu geraten. "Das ist möglich", antwortete Trainer Pat Cortina auf die Frage, ob er Angst habe, dass die Wild Wings die Playoffs verpassen. Durch die 1:2-Niederlage am Donnerstag in Köln und die 1:4-Heimpleite gegen Nürnberg punkteten die Schwäne zweimal in Folge nicht. In der Deutschen Eishockey Liga, die so ausgeglichen wie nie besetzt ist, kann man sich solche Ausrutscher, ohne ernstliche Konsequenzen befürchten zu müssen, nicht oft erlauben. Mehrere Wochen lang waren die Wild Wings Tabellenfünfter, jetzt sind sie auf Rang neun zurückgefallen. "Die Tabelle war nie ehrlich", so Cortina. "Denn wir haben ja mehr Spiele als die anderen Teams absolviert." Doch der Blick dürfe sich nicht nur auf die Tabelle richten. "Wenn wir darüber nachdenken, ist das für unser Spiel schädlich. Wir müssen gutes Eishockey zeigen, dann kommen wir auch in die Playoffs."

Die ersten sechs der DEL ziehen direkt ins Playoff-Viertelfinale ein. Die auf den Rängen sieben bis zehn platzierten Teams spielen in den Preplayoffs zwei Viertelfinalteilnehmer aus. Auf den Tabellensechsten, den ERC Ingolstadt, bei dem die Wild Wings am kommenden Sonntag gastieren, fehlt den Schwänen nur ein Punkt. Der Vorsprung auf den Tabellenelften Düsseldorf beträgt gerade mal vier Zähler. Wobei die Schwäne eben zwei Partien mehr als die Ingolstädter und ein Spiel mehr als die DEG ausgetragen haben.

Am Dienstag und Mittwoch wird in der DEL gespielt, nur die Partie der Wild Wings gegen Bremerhaven (Ergebnis 1:4) war eben bereits am 31. Oktober ausgetragen worden. Damit wird die DEL-Tabelle endlich wieder ein Stück weit begradigt. Die Düsseldorfer EG hat am heutigen Dienstag mit dem Heimspiel gegen den Tabellenletzten Straubing eine durchaus machbare Aufgabe zu lösen. "Es ist nicht einfach für uns", weiß Schwenningens Stürmer Damien Fleury. "Wir brauchen Punkte, dürfen aber nicht daran denken. Es ist ein knallhartes Rennen um die Playoff-Plätze." Er und seine Teamkollegen hätten aber "keine Angst, dass wir es nicht schaffen". Der Franzose hatte am Sonntag bei der 1:4-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten Nürnberg das einzige Schwenninger Tor erzielt.