EHC Freiburg dreht einen 0:3-Rückstand

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Mi, 27. Dezember 2017

EHC Freiburg

Beim Tabellenführer gewinnen die Wölfe nach Verlängerung.

BIETIGHEIM/FREIBURG. Was für eine Aufholjagd der Wölfe Freiburg im Zweitliga-Eishockey-Kracher beim Tabellenführer Bietigheim Steelers: Nach 0:3-Rückstand kämpften sich die Breisgauer zurück und gewannen nach Verlängerung mit 5:4. Die entscheidenden Treffer gingen auf das Konto von Mark Mancari. Der EHC ist die erste Mannschaft, die diese Saison in Bietigheim gewinnen konnte.

Rechnen darf man nicht damit, einiges zuzutrauen ist dem EHC Freiburg gegen den Tabellenführer jedoch immer. Die Schwaben liegen den Südbadenern offenbar – das zeigte sich auch am zweiten Weihnachtsfeiertag. Dabei hatten die Wölfe zunächst große Probleme. Zwar waren sie nicht unterlegen, gerieten gegen gnadenlos effiziente Hausherren jedoch mit 0:3 in Rückstand: Zunächst traf Shawn Weller in Überzahl (5.). Nach einem Fehlpass im Spielaufbau und einem Abpraller erhöhten Dominic Auger und René Schoofs (10./20.).

Die Ausgangsposition für die Wölfe hätte kaum schlechter sein können, doch mit einer enormen Leistungssteigerung kamen sie zurück. Erst stellte Jakub Babka vom Bully weg auf 1:3. Geduldig und mit einem starken Miro Hanuljak im Tor blieben die Gäste am Drücker. Niko Linsenmaier bekam einen Penalty zugesprochen, den er souverän verwandelte. Kurz nach dem zweiten Seitenwechsel erzielte Radek Duda, nach einem sehenswerten Alleingang, den Ausgleich (43.). Der EHC blieb besser, doch im Getümmel stocherte Weller die Scheibe ein weiteres Mal über die Linie und brachte die Steelers wieder in Front. Aber: Als Steelers-Goldhelm Tyler McNeely kurz vor Schluss eine Strafe nahm, war es Marc Mancari, der ausglich. Er war es auch, der nach 32 Sekunden in der Verlängerung traf und den Zusatzpunkt sicherte.

Bietigh. – Freib. 3:4 (3:0, 0:2, 1:2, 0:1)

Tore: 1:0 Weller (5.), 2:0 Auger (10.), 3:0 Schoofs (20.), 3:1 Babka (23.), 3:2 Linsenmaier (35.), 3:3 Duda (43.), 4:3 Weller (50.), 4:4 Mancari (59.), 5:4 Mancari (61.). Strafen: Bietigh. 12 (davon 10 Minuten Disziplinar gegen McNeely), Freib. 8. Zuschauer: 2836.