Eishockey-Zweitligist

EHC Freiburg unterliegt Bayreuth Tigers mit 3:4 nach Verlängerung

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Fr, 15. Dezember 2017 um 22:13 Uhr

EHC Freiburg

Nur einen Punkt im Kellerduell der zweithöchsten deutschen Eishockeyspielklasse konnte der EHC Freiburg gegen die Bayreuth Tigers holen.

Mit 3:4 unterlagen die Wölfe vor heimischem Publikum nach Verlängerung. Die Chancenverwertung, Aussetzer in der Defensive und ein starker Neu-Bayreuther machten den Unterschied.

Es war das lange herbeigesehnte Comeback von EHC-Stürmer Marc Wittfoth nach zweieinhalb Monaten Zwangspause, während die Verteidiger Lutz Kästle und Gabriel Federolf sowie die Stürmer Sofiene Bräuner und Radek Duda fehlten. Bei den mit nur 15 Mann angereisten Wagnerstädtern gab der NHL-erfahrene Neuzugang Eric Chouinard sein DEL-2-Debüt – und hinterließ sofort bleibenden Eindruck.

In einem ausgeglichenen ersten Durchgang konnte man den Gastgebern ein leichtes Übergewicht attestieren. Gleichzeitig machten es sich die Wölfe durch Unsicherheiten in der Defensive und im Spielaufbau selbst schwer. Dies nutzte Neu-Tiger Chiounard zur Führung für die Gäste, als EHC-Keeper Miroslav Hanuljak einen haarsträubenden Fehlpass auf die Kelle des Kanadiers spielte (12.). Zuvor hatten die Breisgauer in Überzahl mehrere Großchancen liegen lassen.

Wölfe erkämpften sich das klare Chancenplus

Ein ähnliches Bild im zweiten Abschnitt, als zunächst Chris Billich am starken Gästegoalie scheiterte. Nur Sekunden später fiel dann doch der Ausgleich durch Mark Mancari, der einen Schuss von Alex Brückmann in die Maschen abfälschte. Die Freiburger waren weiter die aktivere Mannschaft, leisteten sich jedoch diverse Fehlpässe und Aussetzer. Nachdem Hanuljak einen Schuss unglücklich hatte abprallen lassen, staubte Chouinard zum 2:1 aus Sicht der Gäste ab (29.).

Doch der EHC kämpfte sich erneut heran. Mit Ablauf eines Powerplays fand Niko Linsenmaier Goldhelm Billich, der sehenswert ausglich (35.). Im Zuge einer Rettungstat wurde EHC-Verteidiger Brückmann kurz darauf in die Box verbannt. Die folgende Überzahl nutzte Chouinard und trug sich zum dritten Mal in die Torjägerliste ein. Wieder glichen die Freiburger aus. Dieses Mal in Person von Ben Walker, der – bedient von Jakub Babka – frei zum Abschluss kam (42.).

Die Wölfe erkämpften sich das klare Chancenplus, waren die bessere Mannschaft, doch die Scheibe wollte partout nicht über die Linie rutschen, sodass es in der Verlängerung ging. Hier entschied Jozef Potac die Partie für die Gäste, nachdem EHC-Mann Walker zunächst nur den Pfosten getroffen hatte.
Freiburg - Bayreuth 3:4 n.V. (0:1, 2:2, 1:0, 0:1). Tore: 0:1 Chouinard (12.), 1:1 Mancari (24.), 1:2 Chouinard (29.), 2:2 Billich (35.), 2:3 Chouinard (37.), 3:3 Walker (42.), 3:4 Potac (62.). Strafen: Freiburg 2, Bayreuth 6. Zuschauer: 1490.