Eishockey

EHC Freiburg unterliegt Heilbronn – Rekord beim Teddy Bear Toss

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Sa, 23. Dezember 2017 um 11:20 Uhr

EHC Freiburg

Erst liegen viele Teddybären auf dem Eis, dann liegt der EHC auf der Nase: Nach einer 3:1-Führung unterliegen die Wölfe in der DEL 2 Heilbronn mit 3:6.

Ein Eishockey-Spektakel erster Güte – mit dem schlechteren Ende für die Hausherren. Zweitligist EHC Freiburg erlitt am Freitagabend vor der Saison-Rekordkulisse von 3019 Zuschauern anlässlich des sechsten "Teddy-Bear-Toss" die vierte Heimpleite in Serie. Nach 3:1-Führung verloren die Wölfe mit 3:6 gegen die Heilbronner Falken.

Vom Eröffnungsbully weg dauerte es 116 Sekunden, bis das Spiel unterbrochen wurde und Plüschtiere minutenlang aufs Eis regneten. 4184 waren es – ein Rekord. 2793 Stofftiere waren es im Vorjahr, nun also fast 1400 mehr.

Wölfe verspielen eine 3:1-Führung

Sportlich gehörte die Anfangsphase den Gästen, die bereits in der dritten Minute in Führung gingen. Tim Bernhard ließ EHC-Keeper Wölfl mit seinem Schuss aus spitzem Winkel nicht gut aussehen. Erst ein Überzahlsituation ließ den Knoten bei den Wölfen platzen. Mit einem platzierten Schuss glich Niko Linsenmaier aus. Die Zuschauer bekamen ein Klassespiel zu sehen. Mit einem Schuss aus der Drehung brachte Tobias Kunz den EHC, gerade als dieser Oberwasser bekam, in Führung (13.). Ein weiteres Powerplay nutzte Kunz zum 3:1, als er einen Mancari-Schuss ins Tor abgefälschte.

Der Mittelabschnitt hingegen ging an die Falken, während das Spiel an Attraktivität einbüßte, jedoch in gleichem Maße an Härte gewann. Diverse Über- und Unterzahlen auf beiden Seiten blieben ungenutzt – bis 49 Sekunden vor Drittelende Kyle Helms einen Heilbronner Konter zum Anschluss nutzte.

Der nächste Rückschlag aus Freiburger Sicht folgte auf dem Fuß, denn Justin Maylan glich nach einer Nachlässigkeit in der Abwehr der Breisgauer aus. Die Gastgeber erhöhten den Druck, die Emotionen auf dem Eis kochten hoch. Zwei Schlägereien mit mehreren Beteiligten zogen Strafen nach sich, die jedoch für beide Teams ohne Folgen blieben.

Ben Walker verletzt

Erst bei gleicher Stärke brachte Jordan Heywood die Falken wieder in Front. Noch einmal warf der EHC alles in die Waagschale, blieb vor dem Tor aber ohne das nötige Quäntchen Glück. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch der erst kürzlich wieder genesene Stürmer Ben Walker, der bei seinem Abgang vom Eis keinen guten Eindruck machte, wohl schwer.

Schlussendlich gab der Schiedsrichter ein technisches Tor gegen den EHC, sowie ein Empty-Net-Goal, das die 3:6-Niederlage besiegelte.


Freiburg – Heilbronn 3:6 (3:1, 0:1, 0:4)
Tore: 0:1 Bernhardt (3.), 1:1 Linsenmaier (8.), 2:1 Kunz (13.), 3:1 Kunz (18.), 3:2 Helms (40.), 3:3 Maylan (43.), 3:4 Heywood (53.), 3:5 Alderson (60.), 3:6 Kronthaler (60.). Strafen: Freiburg 16, Heilbronn 20. Zuschauer: 3019.

Teddy Bear Toss

Die gespendeten Plüschtiere kommen der Hilfsorganisation "Luftfahrt ohne Grenzen" zugute. Die Krisen- und Katastrophenhelfer vom Frankfurter Flughafen werden die flauschigen Spenden aus dem Freiburger Eisstadion in alle Welt zu Kindern in Not befördern, sobald sie vom Wäscheservice Rieger in Freiburg-Opfingen professionell gereinigt wurden.