Auswärtsspiel

EHC Freiburg unterliegt knapp beim SC Riessersee

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Sa, 06. Januar 2018 um 11:15 Uhr

Eishockey

Aufopferungsvoll gekämpft, aber doch verloren. Auch beim SC Riessersee schafft es Eishockey-Zweitligist EHC Freiburg nicht, sich mit Punkten zu belohnen. 1:2 hieß es am Ende aus Freiburger Sicht.

Aufopferungsvoll gekämpft, aber doch verloren. Auch beim SC Riessersee schafft es Eishockey-Zweitligist EHC Freieburg nicht, sich für eine über weite Strecken ansprechende Leistung mit Punkten zu belohnen. 1:2 hieß es am Ende aus Freiburger Sicht, was der Feierstimmung der rund 500 mitgereisten EHC-Fans jedoch keinen Abbruch tat. Es war die dritte Auswärtsbegegnung in Folge.

Wenn der Sonderzug rollt, dann ist die Stimmung im Gästeblock bestens - so auch an diesem Freitagabend in Garmisch-Partenkirchen, wo der EHC Freiburg beim drittplatzierten SC Riessersee gastierte. Mit einer Blaskapelle wurden die Wölfe-Anhänger vorm Olympia Eissportzentrum empfangen - und auch in der Halle sorgten die Gästefans für beste Stimmung. Bei den Freiburgern fehlte neben den verletzten Ben Walker und Gabriel Federolf auch Jakub Körner aufgrund eines Trauerfalls in der Familie.

Wölfe-Coach Leos Sulak hatte die Reihen durchmischt und schickte, da Tobias Kunz Doppelschichten schob, vier Sturmreihen ins Rennen. Das Spiel begann allerdings mit einem klassischen Fehlstart aus Freiburger Sicht, als nach nur einer Minute die Scheibe hinter EHC-Keeper Miroslav Hanuljak im Netz zappelte. Einen Schuss von der blauen Linie lenkte Andreas Eder in die Maschen und ließ dem Schlussmann keine Chance. Anfangs ergaben sich nur wenige Torgelegenheiten, da sich beide Mannschaften über ihre gute Defensivarbeit meist neutralisierten. Nach und nach fanden die Wölfe jedoch ins Spiel und erarbeiteten sich eine erste Großchance durch Tobias Kunz, der in höchster Not von SCR-Backup-Torhüter Kevin Reich gestoppt wurde (14.). Nur Sekunden später machte es Förderlizenzspieler Lennart Palausch besser, als er von weit draußen ansatzlos draufhielt und Reich auf dem falschen Fuß erwischte. Der Ausgleich hatte sich abgezeichnet und fiel zu diesem Zeitpunkt verdient.
Im zweiten Durchgang fielen zwar keine weiteren Tore, das Spiel nahm jedoch an Spannung zu. Die Freiburger ließen die Werdenfelser laufen, standen sicher in der Abwehr und lauerten auf schnelle Gegenstöße. Die beste Chance ließ erneut Kunz liegen, als Keeper Reich weit aus dem Tor herausfuhr und einen haarsträubenden Fehlpass spielte. Doch der Freiburger zögerte beim entscheidenden Pass zu lange, sodass die Chance ungenutzt blieb (28.). Wenig später verfehlte Enrico Saccomani das Ziel, als er alleine auf den Torhüter zufuhr. Im Gegenzug vergab Jakob Mayenschein. Gegen Jared Gomes zeigte EHC-Torhüter Hanuljak einen sensationellen Doppelsave (36.).

Das gleiche Bild im Schlussabschnitt. Die Freiburger lauerten aus einer stabilen Defensive heraus auf Konter. Chris Billich und Tobi Kunz trafen nur das Außennetz. Beim Alleingang nach Scheibengewinn scheiterte Austin Cihak am Torwart (48.). Nun ging es hin und her. Gerade als ein Freiburger Powerplay ungenutzt verstrich, nutzte Florian Vollmer eine kleine Nachlässigkeit im Freiburger Umschaltspiel und brachte die Hausherren wieder in Front. Noch einmal warfen die Wölfe alles nach vorn. Kunz wurde beim Torabschluss gefällt und durfte zum Penalty antreten, fand in Kevin Reich jedoch ein weiteres Mal seinen Meister. Auch mit sechs gegen vier Feldspielern schafften es die Breisgauern in den letzten Sekunden nicht, den Ausgleich zu erzielen. Dennoch honorierten die mitgereisten EHC-Anhänger die kämperisch starke Leistung ihrer Mannschaft bei deren Ehrenrunde mit minutenlangen Gesängen.

Riessersee - Freiburg 2:1 (1:1, 0:0, 1:0)
Tore: 1:0 Eder (2.), 1:1 Palausch (15.), 2:1 Vollmer (57.). Strafen: Riessersee 10, Freiburg 4. Zuschauer: 2959.