Zweite Eishockey-Bundesliga

EHC Freiburg verliert 3:4 nach Penaltyschießen in Ravensburg

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

So, 31. Dezember 2017 um 10:24 Uhr

EHC Freiburg

3:1 geführt, 3:4 verloren. Der EHC Freiburg verlor das letzte Spiel des Jahres im Penaltyschießen. Den Wölfen gelang ab dem Schlussdrittel kein Treffer mehr.

Südbaden zu Gast in Oberschwaben: Das heißt Derbyzeit in der zweithöchsten deutschen Eishockeyspielklasse, denn die Ravensburg Towerstars empfingen den EHC Freiburg – und dabei auch zahlreiche Anhänger der Breisgauer.


Einmal mehr mussten die rund 400 mitgereisten EHC-Fans jedoch erleben, wie ihre Mannschaft eine Führung nicht ins Ziel retten konnte. Nach zwischenzeitlicher 3:1-Führung unterlagen die Wölfe schlussendlich mit 3:4 nach Penaltyschießen.

Beide Teams mussten auf viele Verletzte verzichten

Das letzte Spiel des Jahres 2017 hatte es noch einmal in sich, denn die Freiburger waren in Ravensburg zu Gast – beim Pre-Playoff-Gegner aus der Vorsaison. Und eines ist in den Duellen zwischen Breisgauern und Puzzlestädtern seit Jahren gewiss: Spannung bis zur letzten Sekunde. Und auch das letzte Aufeinandertreffen zwischen Wölfen und Towerstars in dieser Hauptrunde (alle vier endeten übrigens 4:3 für das jeweilige Heimteam) wurde dem voll und ganz gerecht, wenngleich beide Mannschaften auf zahlreiche verletzte Akteure verzichten mussten.

Gleich zu Beginn gerieten die Freiburger in doppelte Unterzahl, als Niko Linsenmaier und Mark Mancari in der Box landeten, überstanden dieses aber unbeschadet. In einem ausgeglichenen ersten Drittel standen beide Mannschaften defensiv sicher und ließen nur wenige Tormöglichkeiten zu. Folgerichtig ging es torlos in die erste Pause.

Erneute Führung für den EHC

Der Mittelabschnitt ging hingegen unterm Strich an die Freiburger, die nun auch Zählbares auf die Anzeigetafel brachten – zunächst in Person von Chris Billich, der das Ravensburger Tor umkurvte und Torhüter Jonas Langmann düpierte (22.). Auf die Freiburger Führung folgte allerdings fast postwendend der Ausgleich, als die Gastgeber von einem schlechten Wechsel der Wölfe profitierten. David Zucker zog mit einem starken Alleingang alle Aufmerksamkeit auf sich und legte auf Robin Just ab, der nur noch einschieben brauchte (25.).

Eine weitere Großchance von Carter Proft vereitelte EHC-Goalie Miroslav Hanuljak mit einer Großtat. Doch die Gäste fanden zurück in die Spur, was zur erneuten Führung verhalf: Vom Bully weg umfuhr Billich ein weiteres Mal das Tor, fand dieses Mal jedoch Tobias Kunz, der auf 2:1 stellte. Nur Sekunden später nahmen die Ravensburger Cracks Langmann und Brian Roloff eine Strafe, sodass nun die Wölfe in doppelter Überzahl ran durften und dies mit einem weiteren Treffer des bis dahin überragenden Chris Billich quittierten (33.). Die Schwaben hatten den Faden verloren und bis Drittelende alle Hände voll zu tun, die Breisgauer am vierten Tor zu hindern. Dies sollte sich erst im Schlussdrittel auf dramatische Weise ändern.

Wölfe in Overtime zumeist in Unterzahl

Mit viel Tempo kamen die Towerstars aus der Kabine und schnürten die Freiburger hinten ein. So kam es, dass Arturs Kruminsch im Gedränge auf 2:3 verkürzte. Die Gastgeber hatten nun Lunte gerochen und warfen alles in die Waagschale, während den Wölfen nur noch gelegentliche Entlastungsangriffe gelingen wollten. 71 Sekunden vor Schluss landete zu allem Überfluss Marc Wittfoth auf der Strafbank.

Die Gastgeber nahmen den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis und da passierte es: Unter dem Ravensburger Dauerfeuer war Hanuljak 21 Sekunden vor der Schlusssirene geschlagen. Mathieu Pompei hatte im Nachfassen den Ausgleich erzielt. Es ging in die Verlängerung.

Die Overtime bestritten die Wölfe Freiburg zumeist in Unterzahl, retteten sich aber ins Penaltyschießen. Hier machte Robin Just den Zusatzpunkt für die Towerstars klar, während Langmann seinen Kasten sauber hielt. Die Partie im Schwäbischen war der Auftakt einer fünf Spiele währenden Auswärtsserie der Wölfe. Weiter geht es am 3. Januar in Dresden.
Ravensburg – Freiburg 4:3 n.P. (0:0, 1:3, 2:0, 1:0)

Tore: 0:1 Billich (22.), 1:1 Just (25.), 1:2 Kunz (32.), 1:3 Billich (33.), 2:3 Kruminsch (44.), 3:3 Pompei (60.), 4:3 Just (Penaltyschießen).

Strafen: Ravensburg 10, Freiburg 16.

Zuschauer: 3418.