Eishockey

EHC kassiert 2:7-Packung in Crimmitschau

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

So, 21. Januar 2018 um 22:01 Uhr

EHC Freiburg

Auch beim Auswärtsspiel in Westsachsen ist für die Wölfe nichts zu holen. Überragender Spieler war Robbie Czarnik, der vier Treffer erzielte.

Die Ergebniskrise beim EHC Freiburg in der zweithöchsten deutschen Eishockey-Liga setzt sich fort. Bei den Eispiraten Crimmitschau gingen die Wölfe deutlich mit 2:7 unter und kassieren die sechste Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen. Überragender Akteur war der vierfache Torschütze Robbie Czarnik.



2:11. So lautet das Torverhältnis aus Freiburger Sicht an diesem Punktspielwochenende. Nach der deutlichen 0:4-Pleite gegen den Tabellennachbarn aus Bad Nauheim am Freitag schafften es die Freiburger, trotz aufopferungsvollen Kampfes, auch beim Gastspiel in Westsachsen nicht, sich zu verbessern. Mit dünner Personaldecke, dafür jedoch Wut im Bauch ob der Niederlage vom Freitag, waren die Wölfe in den Osten der Republik gereist. Entsprechend eifrig arbeiteten die EHC-Akteure an beiden Enden des Eises, erlaubten sich aber besonders in der Defensive zum Teil eklatante Aussetzer, die den Eispiraten zum letztlich überdeutlichen Triumph verhalfen.

Mitten in der anfänglichen Freiburger Drangphase verpasste der Crimmitschauer Patrick Pohl den Wölfen den ersten Dämpfer. Den unmittelbaren Ausgleich durch Jakub Babka machte Dominic Walsh schnell vergessen, als Tobias Kunz mit seinem Aufbaupass an einem Gegner hängen blieb und so unfreiwillig zum Assistenten wurde. In Überzahl stellte Czernik mit seinem ersten Tor noch vor der Pause auf 3:1. Die Partie war rasant, der EHC nicht unterlegen, erlaubte sich hinten jedoch zu viele Fehler.

Ab dem Mittelabschnitt wurde es dann chaotisch und zunehmend ruppig im Crimmitschauer Sahnpark. Nach einem rüden Check gegen Christoph Kabitzky, der sich verletzte, wurde EHC-Stürmer Julian Airich zum Duschen geschickt. Doch auch die Hausherren nahmen gleich mehrere Strafen, sodass die Wölfe phasenweise gar in Überzahl agierten. Die Gäste hatten mehr vom Spiel, ließen aber diverse Großchancen liegen. Stattdessen kassierten sie durch ein Eigentor von Ex-Eispirat Jakub Körner den vierten Treffer, als dieser einen Abpraller unglücklich ins eigene Gehäuse beförderte.

Noch einmal keimte Hoffnung auf, als Mark Mancari, schön im Slot bedient, auf 2:4 aus Freiburger Sicht verkürzte (44.). Doch per Distanzschuss stellte Erik Gollenbeck den alten Abstand wieder her (47.). Nach einem Faustkampf wurden sowohl Freiburgs Radek Duda als auch Crimmitschaus Jordan Knacksted des Eises verwiesen. Mit einem Unterzahltor und einem Treffer bei gleicher Stärke sorgte Czarnik für das 6:2 und 7:2. Bereits am Dienstag gastiert der EHC Freiburg bei den Tölzer Löwen (19.30 Uhr).

Crimmit. – Freib. 7:2 (3:1, 1:0, 3:1)

Tore:
1:0 Pohl (11.), 1:1 Babka (12.), 2:1 Walsh (15.), 3:1 Czarnik (18.), 4:1 Czarnik (36.), 4:2 Mancari (44.), 5:2 Gollenbeck (47.), 6:2 Czarnik (52.), 7:2 Czarnik (54.). Strafen: Crimmitschau 61 (davon 10 Minuten Disziplinar gegen Allen und Halbauer, Spieldauer gegen Knacksted), Freiburg 70 (davon 10 Minuten Disziplinar gegen Herm und Spieldauer gegen Airich und Duda). Zusch.: 1526.