DEL 2

EHC kassiert gegen Bad Tölz drei Treffer in den Schlussminuten

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Mo, 17. September 2018 um 08:36 Uhr

EHC Freiburg

Der EHC Freiburg unterliegt den Tölzer Löwen im ersten Saisonheimspiel mit 3:6. Das Spiel stand lange auf des Messers Schneide – die entscheidenden Treffer fielen dreieinhalb Minuten vor dem Ende

Erstes Heimspiel für den EHC Freiburg in der neuen DEL-2-Spielzeit – und prompt setzt es die erste Nullnummer. Dabei waren es die Eishockey-Cracks des EHC, die über 40 Minuten die Tölzer Löwen dominierten. Am Ende lautete das Ergebnis allerdings 3:6 aus Freiburger Sicht. Defizite in der Chancenverwertung und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen gaben den Ausschlag.

Erneut mussten die Wölfe ohne die angeschlagenen Tobias Kunz, Christoph Frankenberg und Jimmy Hertel auskommen, aber auch die Bayern konnten nur drei Reihen ins Spiel schicken. Es entwickelte sich dennoch ein Spiel, das alles hatte, was den Eishockeysport so attraktiv macht – mit dem besseren Ende für die Gäste aus Oberbayern. Die erste Überraschung gab es im Mittelkreis, den neuerdings der Schriftzug "Sportstadt Freiburg – Wir wollen alle eine neue Halle" ziert. Mit dieser Botschaft ging es ins erste Heimspiel der Saison, und die Freiburger begannen mit viel Schwung. Das erste Powerplay brachte gleich die Führung, als Niko Linsenmaier einen Schlenzer von Alexander Brückmann ins Tor lenkte. Die Gäste hatten Probleme, sich gegen das Freiburger Forechecking zu behaupten. Gleich dreimal scheiterte Enrico Saccomani am starken Ben Meisner im Bad Tölzer Tor.



Im zweiten Abschnitt dominierten die Freiburger ihre Gegner fast nach Belieben. Einzig im Torabschluss blieben sie ohne Fortune, scheiterten an der eigenen Präzision oder dem Tölzer Keeper. Kurz vor der zweiten Pause trat dann das Schiedsrichtergespann um Cori Müns und Robert Paule negativ in Erscheinung, als sie zwei fragwürdige Entscheidungen gegen den EHC aussprachen. Zunächst erhielt Alex Miner Barron eine Zwei-plus-zwei-Minuten-Strafe wegen Beinstellens und unsportlichen Verhaltens – zumindest letzteres war nicht nachvollziehbar. Sekunden später stürzte ein Tölzer Angreifer über EHC-Torwart Matthias Nemec, als dieser einen Schuss entschärfte. Dass Verteidiger Radek Havel eine kleine Strafe erhielt, erstaunte nicht nur den vermeintlichen Übeltäter. Die doppelte Überzahl nutzten die Tölzer dann auch prompt zum Doppelschlag und drehten die Partie. Im Schlussdrittel stellte Kyle Beach im Fallen dann sogar auf 3:1 für die Gäste.

Dennoch warfen die Wölfe noch einmal alles nach vorn, während das Spiel an Schwung einbüßte. Erst ließ Jannik Herm Torhüter Meisner in Überzahl aussteigen und verkürzte auf 2:3. Ein weiteres Powerplay brachte wenig später den Ausgleich, als Brückmann vom Kreis draufhielt.

Bis kurz vor Schluss kämpften beide Teams hart um jeden Meter. Per Bauerntrick düpierte schließlich Löwen-Stürmer Andreas Pauli die Freiburger Abwehr – doch damit nicht genug. Sekunden später machte Beach den Doppelschlag perfekt. 3:5 lautete das Ergebnis aus Freiburger Sicht, die Partie war gelaufen. Per Empty-Net-Goal traf Kevin Wehrs zum Endstand.
Freiburg - Bad Tölz 3:6 (1:0, 0:2, 2:4)
Tore: 1:0 Linsenmaier (7.), 1:1 Schwarz (40.), 1:2 MacAuley (40.), 1:3 Beach (46.), 2:3 Herm (47.), 3:3 Brückmann (49.), 3:4 Pauli (57.), 3:5 Beach (57.), 3:6 Wehrs (60.). Strafen: Freiburg 10, Bad Tölz 12. Zuschauer: 1848.