Wölfe Freiburg

EHC: Verletzter Mark Mancari hinterlässt große Lücke

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Fr, 16. Februar 2018 um 10:25 Uhr

EHC Freiburg

Der torgefährliche Allrounder des EHC Freiburg fällt mehrere Wochen aus und fehlt beim Endspurt in der Hauptrunde. Können die Wölfe die Playdowns noch verhindern?

Der EHC Freiburg befindet sich in der heißen Phase der Saison: Es geht um den Last-Minute-Einzug in die Pre-Playoffs oder um eine gute Ausgangsposition für die Playdowns. Nun die Hiobsbotschaft: Mark Mancari, NHL-erfahrener Allrounder und bester Neuzugang der Freiburger in dieser Saison, fällt aufgrund einer Oberkörperverletzung mehrere Wochen aus. Ob er für die Endrunde wieder fit sein wird, kann noch niemand sagen. Nachverpflichtungen sind nicht ausgeschlossen.

Es ist ein Ausfall, wie er schwerer nicht wiegen könnte beim EHC Freiburg: Mark Mancari – während der Saison verpflichtet und sofort zum torgefährlichsten Freiburger Spieler und Publikumsliebling avanciert – wird den Wölfen auf unbestimmte Zeit fehlen. Seit Wochen plagte sich der 32-jährige Torjäger, der von Trainer Leos Sulak zuletzt stets als Verteidiger ins Rennen geschickt wurde und seine Rolle gut ausfüllte, mit einer Blessur im oberen Körperbereich. Nun geht es nicht mehr. Details zur Verletzung ihres Allrounders gibt der Verein wie üblich nicht heraus.

EHC-Kommunikationschef Karl Heidegger tut sich auch einen Tag nach der Hiobsbotschaft schwer, eine Prognose über die Dauer von Mancaris Ausfall abzugeben. "Marc wird derzeit von Spezialisten untersucht, die uns mitteilen werden, wie es weitergeht." Vorerst gehe man an der Ensisheimer Straße von mehreren Wochen aus, in denen Mancari seinem Klub fehlen wird. Ob er zur Endrunde wieder spielfähig sein wird, sei völlig offen.

"Marks Ausfall ist ein ganz herber Verlust, das ist uns allen bewusst", stellt auch EHC-Trainer Leos Sulak, der sich unter der Woche selbst mit einer Erkältung plagte, klar. "Uns fehlt jetzt ein sehr torgefährlicher Verteidiger, der gute Pässe von hinten in die Spitze spielen kann." Am taktischen Konzept werde die Mannschaft dennoch nicht rütteln, prognostiziert der Mann hinter der Bande. "Viel verändern kann man da nicht mehr. Jetzt müssen die anderen Spieler in die Bresche springen." Die Lücke, die der Ex-NHL-Crack hinterlässt, ist groß: In bislang 32 Einsätzen im Wölfe-Trikot verbuchte Mancari 15 Tore und 30 Vorlagen.

Noch haben die Verantwortlichen bei den Wölfen Zeit zu reagieren. Aufgrund der Olympischen Spiele endet die Transferperiode in diesem Jahr erst am 1. März. Nachverpflichtungen schließt EHC-Sprecher Heidegger nicht aus. "Das hängt aber von der Entwicklung ab. Zum Glück ist das Transferfenster in dieser Saison etwas länger offen."

Die Verletzung des Kanadiers fordert zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt ihren Tribut, steht doch der Endspurt in der DEL-2-Hauptrunde an. Noch sechs Partien gilt es zu bestreiten, in denen sich entscheidet, wer in die Playoffs oder Pre-Playoffs einzieht und welche Teams um den Klassenerhalt spielen müssen. Rechnerisch haben die Wölfe noch Chancen, den zehnten Tabellenplatz zu erreichen und damit den Ligaverbleib ohne den Gang durch die Abstiegsrunde zu schaffen – realistischer ist es jedoch, eine gute Ausgangsposition für ebendiese anzupeilen. Aktuell belegt der EHC Platz zwölf in der 14 Mannschaften starken Liga. Der Rückstand auf die Eispiraten Crimmitschau, die den rettenden zehnten Platz belegen, beträgt 14 Punkte. An der Ensisheimer Straße rüstet man sich folglich für den Kampf um den Klassenerhalt.

Einen Wunschgegner, sofern es auf die Playdowns hinauslaufe, gebe es nicht, versichert der Trainer: "Wir müssen es am Ende sowieso nehmen, wie es kommt", so Leos Sulak. "Dass es ganz schwer wird, das haben wir in der Hauptrunde gesehen." Mögliche Abstiegsrunden-Gegner der Breisgauer sind nach aktuellem Stand die Lausitzer Füchse, die Bayreuth Tigers und die Tölzer Löwen.