Ein bisschen mehr als nichts

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 30. Januar 2018

Schwenningen Wild Wings

Schwenninger Wild Wings holen in Ingolstadt in der Verlängerung wenigstens einen Zähler.

EISHOCKEY. Die Schwenninger Wild Wings boten beim ERC Ingolstadt eine schwache Vorstellung, holten bei der 1:2 (0:1, 0:0, 1:0, 0:1)-Niederlage in der Verlängerung aber vor 3544 Zuschauern mit viel Glück noch einen Zähler. Dieser könnte im Kampf um einen Platz in der Playoff-Runde von großer Bedeutung sein.

Die Ingolstädter machten zu Beginn dieser wichtigen Begegnung der beiden Tabellennachbarn enormen Druck. Die Schwenninger konnten sich zunächst überhaupt nicht befreien. In der vierten Spielminute verlor Verteidiger Dominik Bohac im eigenen Drittel den Puck. Kael Mouillierat bedankte sich und überwand SERC-Schlussmann Dustin Strahlmeier zum 1:0. Wer gehofft hatte, dass das Spiel der Wild Wings im zweiten Drittel besser werden würde, sah sich getäuscht. Die Gäste waren fast immer einen Schritt zu spät dran, im Spielaufbau blieb vieles Stückwerk. Nur gut aus Schwenninger Sicht, dass der ERC Ingolstadt in dieser Situation viele Chancen liegen ließ.

John Laliberte brachte den Puck aus bester Schussposition nicht an Strahlmeier vorbei. Erst in den letzten Minuten des zweiten Drittels kreuzten die Schwenninger endlich einmal druckvoll vor dem Ingolstädter Tor auf. Es gab ein paar schnelle Spielzüge der Schwenninger, der agile Giliati konnte jedoch Keeper Pielmeier nicht überwinden. Zu Beginn des letzten Drittels hatte Mirko Höfflin eine gute Einschusschance, scheiterte aber an Pielmeier. Und plötzlich lag der Puck im Ingolstädter Kasten. Die Schiedsrichter gaben das Tor aber nach Videobeweis zurecht nicht, Schwenningens Stürmer Damien Fleury hatte die Scheibe mit dem Schlittschuh ins Tor gekickt. Auf der anderen Seite klärte Dominik Bittner in höchster Not mit einem Foul. In Überzahl traf Fleury dann aber in der 58. Minute doch noch zum für die Schwenninger schmeichelhaften 1:1. Es ging in die Verlängerung.

Damit war klar, dass die Ingolstädter in der Tabelle nicht an den Schwenningern vorbeiziehen würden. Vier Sekunden vor der Schlusssirene traf Greilinger zum 2:1 für Ingolstadt. "Ein Punkt ist besser als gar nichts", befand der starke SERC-Torwart Dustin Strahlmeier nach dem glücklichen Punktgewinn der Wild Wings.