Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
30. Januar 2012
EINWURF: Total normal
Mannschaftssportler in den Bahnen des Erwartbaren.
Diese Stelle ist der ideale Ort für alle Dinge, die im sportlichen Geschehen rund um Freiburg aus dem Rahmen fallen. Wer nun mit wachsendem Interesse diese Zeilen liest und sich genüsslich auf Enthüllungen, Sensationen und Erfolgsgeschichten aus der Welt höherklassiger Teamplayer freut, der erlebt diesen Einwurf schnell als Eigentor. Denn die aktuelle Saison verläuft unter Mannschaftssportlern zuverlässig in den Bahnen des Erwartbaren, mit einem Wort: normal. Die Handballer aus Köndringen-Teningen verkörpern auch in diesem Jahr gehobenes Drittliga-Mittelmaß. Ihre Ball werfenden Kollegen und Kolleginnen aus Kenzingen und von der HSG Freiburg stemmen sich wie im Sommer vorausgesagt gegen den Abstieg. Auch im Basketball ist die Schere, die zwischen den USC-Frauen (Spitze in der ersten Bundesliga) und den USC-Männern (Überlebenskampf in der viertklassigen Regionalliga) aufgeht, nicht über Nacht aufgegangen. Zudem bleibt abzuwarten, ob die Eisvögel ihren aktuellen Toprang bestätigen können, wenn es in den Playoffs um den Meistertitel geht. Dass die Eishockeyspieler des EHC den Betriebsunfall Regionalliga auch mit einer stark verjüngten Mannschaft reparieren können und in dieser Spielklasse eigentlich völlig deplatziert sind, ließ ihr Potenzial ebenso erahnen wie die Runde unspektakulärer Behaglichkeit, zu der sich die Ringer der RKG Freiburg vor Weihnachten in der zweiten Bundesliga bequemten. Niemand hüpft beständig über seinen Schatten. Auch die sprunggewaltigen Volleyballer von 1844 Freiburg sind in den vergangenen Spielen der zweiten Bundesliga wieder auf ein irdisches Maß zurechtgestutzt worden. Und der Wind des Wandels, den eine nicht unbedeutende Freiburger Elf über die Wirrnisse des Vorwinters zu tragen schien, blies in Mainz bereits nach fünf Minuten als laues Lüftchen. Den Rahmen des Abstiegskampfes in der Fußball-Bundesliga kann auch Christian Streich so schnell nicht sprengen.
Werbung
Autor: Matthias Kaufhold
