Mini-Serie beendet

Freiburger Wölfe verlieren daheim gegen Bietigheim mit 2:3

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

So, 04. Februar 2018 um 20:04 Uhr

EHC Freiburg

Im Spiel gegen die Bietigheim Steelers unterlagen die Wölfe mit 2:3. Dank einer insgesamt starken Leistung wäre mehr drin gewesen. Am Ende zahlte sich die Klasse des Ligaprimus jedoch aus.

Es war fast schon ein Eishockeyfest, welches die Fans an diesem sonnigen Nachmittag in der gut gefüllten Franz-Siegel-Halle zelebrierten – und dazu trugen auch die rund 600 mitgereisten Bietigheimer Anhänger bei, die den Gästeblock bisweilen regelrecht zum Beben brachten und die sich ein lautstarkes Duell mit den EHC-Fans lieferten.

Sportlich fehlten bei den Breisgauern Ben Walker und Jakub Körner, während Verteidiger Gabriel Federolf seinen zweiten Einsatz nach auskurierter Schulterverletzung gab. Seine Sperre abgesessen hatte Radek Duda. Wie schon beim 4:1-Erfolg in Heilbronn ergänzte Förderlizenzspieler Kai Herpich die nominell erste Sturmreihe mit Jannik Herm und Jakub Babka. Marco Wölfl hütete das Freiburger Tor.

Es dauerte allerdings nicht lange, bis der EHC-Goalie erstmals hinter sich greifen musste. Gleich ihre erste Überzahl nutzten die Steelers zur Führung, sehenswert heraus gespielt und von Marcus Sommerfeld vollendet (5.). Die Gäste störten die Freiburger bereits im Spielaufbau und waren zu Beginn das bessere Team. Nur gelegentlich schafften es die Wölfe, selbst Akzente zu setzen – dann allerdings meist gefährlich.

Dennoch war es Steelers-Routinier Frédérik Cabana, der bald nachlegte. Sein verdeckter Schuss vom Kreis schlug über der Fanghand von Wölfl im Tor ein (8.). Mit einer starken Einzelaktion ließ Jakub Babka kurz darauf auch die EHC-Fans erstmals jubeln, als er einen Gegenspieler stehen ließ und platziert einnetzte (10.). Nach einer kurzen Drangphase hatte der EHC noch einmal Glück, als Alexander Brückmann den enteilten Tyler McNeely beim Torabschluss nur noch regelwidrig stoppen konnte. Die Unparteiischen entschieden jedoch auf Strafzeit, nicht auf Penalty für die Gäste.

Zweites Dr

Ab dem zweiten Abschnitt prägten taktische Vorstöße und eine solide Defensive auf beiden Seiten das Geschehen. Beide Mannschaften spielten schnörkellos und ließen nur wenig zu. Die Hausherren erschienen zumeist als das etwas aktivere Team. Die beste Freiburger Chance vergab Radek Duda, der über den Kasten feuerte (24.). Bei den Steelers ließ Zientek beim Zwei-auf-eins-Konter eine Großchance liegen (35.).
Erst im Schlussabschnitt wurde es nochmal dramatisch, als Duda – bei einer Vier-gege-vier-Situation und angezeigter Strafe gegen Bietigheim – im Slot Maß nahm und zum umjubelten Ausgleich traf (50.).

Der Tabellenführer musste eine Schippe drauflegen. Und tatsächlich: Aus der Drehung kam René Schoofs zum Abschluss und brachte die Steelers wieder in Front. In den Schlussminuten warfen die Wölfe noch einmal alles nach vorne und hatten sogar noch einmal die Gelegenheit im Powerplay. Doch trotz einiger vielversprechender Chancen reichte es nicht mehr zu erneuten Ausgleich. In einem spannenden Spiel auf Augenhöhe hatten die Wölfe dem Ligaprimus alles abverlangt. Doch ihre Siegesserie von zuletzt drei Spielen konnten sie nicht fortsetzen.

"Gegen Freiburg entscheidet immer ein Tor das Spiel", zeigte sich Gästetrainer Kevin Gaudet nach der Partie erleichtert und dankte den zahlreich mitgereisten Fans. EHC-Trainer Leos Sulak bescheinigte seiner Equipe indes eine gute Leistung. "Wir wussten, dass wir von der Strafbank wegbleiben müssen, denn in Überzahl ist Bietigheim bekanntlich sehr stark", so der Coach. "Aber ich kann keinem einen Vorwurf machen, denn ich glaube, in den letzten 14 Tagen haben wir wirklich gutes Eishockey gespielt."

Freiburg – Bietigheim 2:3 (1:2, 0:0, 1:1). Tore: 0:1 Sommerfeld (5.), 0:2 Cabana (8.), 1:2 Babka (10.), 2:2 Duda (50.), 2:3 Schoofs (52.). Strafen: Freiburg 10, Bietigheim 10. Zuschauer: 2467.