Gegen Wolfsburg in den Pre-Playoffs

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Mo, 05. März 2018

Schwenningen Wild Wings

Wild Wings dominieren in Iserlohn mit 5:2 und daheim mit 3:0 gegen die Grizzlys und sind am Mittwoch in der VW-Stadt gefordert.

EISHOCKEY. Die Schwenninger Wild Wings gewannen am Sonntag vor 5919 Zuschauern mit 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) das Heimspiel gegen die Grizzlys Wolfsburg und belegen damit den zehnten Platz nach der DEL-Hauptrunde. In den Pre-Playoffs trifft der SERC damit ebenfalls auf Wolfsburg. Die Schwäne hatten bereits am Freitag mit dem 5:2-Sieg in Iserlohn die Pre-Playoff-Teilnahme klargemacht. Bereits am Mittwoch sind die Schwenninger in der VW-Stadt zu Gast, am Freitag hat der SERC Heimrecht.

Die Wild Wings mussten auf die verletzten Verteidiger Dominik Bittner und Stürmer Istvan Bartalis verzichten. Der leicht angeschlagene Angreifer Damien Fleury wurde geschont, Stürmer Lennart Palausch war überzählig. Im Tor stand Marco Wölfl. Die Nummer eins, Dustin Strahlmeier, nahm auf der Bank Platz. Zuletzt stand der SERC in der Saison 1995/96 in den Erstliga-Playoffs. Damals wurde ein Achtelfinale ausgespielt. Die Schwenninger waren Fünfter geworden, verloren die Serie gegen den Zwölften Augsburg aber mit 1:3. SERC-Trainer war damals Bob Burns, im Tor stand Matthias Hoppe und die Topscorer hießen Rich Chernomaz und Mark MacKay.

Für die Wolfsburger, die am Freitag zu Hause gegen Augsburg mit 3:2 nach Verlängerung gewonnen hatten, ging es am Sonntag in Schwenningen noch um die direkte Viertelfinal-Qualifikation. Die Gäste waren allerdings stark ersatzgeschwächt angetreten und brachten lediglich 18 Mann auf den Spielberichtsbogen. Unter anderem fehlte der olympische Silbermedaillengewinner Gerrit Fauser, der sich eine Schulterverletzung zuzog und für den die Saison zu Ende ist.

Die Partie brachte zunächst nur mäßiges Tempo. Mitte des ersten Drittels gab es einen Scheibenverlust von Christoph Höhenleitner in der eigenen Verteidigungszone, SERC-Stürmer Andrée Hult bedankte sich und traf zum 1:0. Anthony Rech und Hult scheiterten anschließend an Grizzly-Torwart Felix Brückmann.

Zum Ende des ersten Drittels konnte sich dann auch Wölfl zweimal gegen Sebastian Furchner auszeichnen. Im zweiten Drittel nahm die Begegnung Fahrt auf. Die Wild Wings kombinierten nun schnell und präzise. James Sharrow leistete sich einen Stockschlag gegen die Hand von Markus Poukkula und musste mit fünf Minuten plus einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen. In Überzahl gelang den Schwänen das 2:0. Es war eine herrliche Einzelaktion von Anthony Rech, der sich brillant durchsetzte. Auf der anderen Seite reagierte Wölfl gegen Connor Allen glänzend. Grizzlys-Stürmer Stephen Dixon verletzte sich bei einem Versuch, den Gegner zu checken und musste in die Kabine.

Mirko Höfflin lief zu Beginn des letzten Drittels einen schnellen Konter, verzog aber. In der 47. Minute markierte Markus Poukkula mit seinem 14. Saisontor das 3:0. Die Schwenninger Fans feierten ihr Team überschwänglich. "Deutscher Meister wird nur der SERC", schallte es von den Rängen und "Oh, wie ist das schön". Außerdem schwappte die "La-Ola-Welle" durchs Stadion. Schwenningens Torhüter Wölfl feierte seinen zweiten Shut-out in dieser Saison. Nach der Begegnung wurde auch Trainer Pat Cortina von den Fans lautstark auf dem Eis gefeiert.

Schwenningen trifft in den Pre-Playoffs nun ebenfalls auf Wolfsburg. Zunächst sind die Wild Wings am Mittwoch in der VW-Stadt zu Gast, am Freitag hat der SERC Heimrecht. Ein mögliches drittes Spiel wäre am Sonntag in Wolfsburg. Im zweiten Pre-Playoff-Duell nach dem Modus "best of three", bei dem zwei Siege notwendig sind, um weiterzukommen, trifft Iserlohn auf Bremerhaven. Die Viertelfinal-Begegnungen zwischen Nürnberg und Köln sowie Ingolstadt und Mannheim stehen schon fest.

Tore: 1:0 (10.) Hult (Rech, Acton), 2:0 (31.) Rech, 3:0 (47.) Poukkula (Bohac). Strafen: Schwenningen zehn, Wolfsburg 13 plus Spieldauer Sharrow. Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg) und Schukies (Herne). Zuschauer: 5919.