Kommentar

Gut, dass es wieder Auf- und Abstieg im Eishockey geben wird

Otto Schnekenburger

Von Otto Schnekenburger

So, 16. September 2018 um 00:00 Uhr

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Der Sonntag Teams können aufsteigen. Und sie müssen fürchten, abzusteigen. Hieraus resultierten immer wieder die großen Dramen, die nicht selten das Rennen um einen deutschen Meistertitel noch übertrafen.

Wenn Vereine etwa das rettende Ufer schon erreicht glaubten, dann aber doch noch abgefangen wurden. Oder mit einer unglaublichen Siegesserie den schon nicht mehr für vermeidbar gehaltenen Abstieg doch verhinderten.

Dass dieses Grundprinzip in den höchsten Ligen des deutschen Eishockeys nun schon seit mehr als zehn Jahren außer Kraft gesetzt war, ist bedauerlich genug. Ebenso, wie man sich im Übrigen darüber streiten kann, ob Eishockeymannschaften Roosters, Huskies oder Towerstars heißen müssen. Auch in den an diesem Freitag begonnenen neuen Spielzeiten 2018/2019 der DEL 1 und 2 werden wieder keine Absteiger zu betrauern oder Aufsteiger zu feiern sein, ebenso nicht in der auf ihr folgenden Saison. 2020/2021 wird diese Regelung aber, wie die Gesellschafter der Ligen in der abgelaufenen Spielpause bekanntgaben und am Mittwoch dieser Woche vertraglich fixierten, wieder gekippt. Gott sei Dank. Und leider viel zu spät. Zu Recht gab es "jedes Jahr Theater darüber", natürlich war die fehlende Auf- und Abstiegsregelung "ein Dauerthema", wie das der DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke in der Begründung für die Rücknahme der Ligenundurchlässigkeit fast schon bedauernd anführte. Wer eine große Leistung bringt, sollte dafür einen Anreiz in Aussicht haben.