Hoch und Tief beim SERC

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 09. Januar 2018

Schwenningen Wild Wings

Dem 4:2-Heimerfolg gegen die DEG folgt ein 0:4 in Krefeld.

EISHOCKEY (witt). Licht und Schatten haben die Schwenninger Wild Wings in den DEL-Spielen am Wochenende gezeigt. Einem tollen 4:2-Heimsieg vor ausverkauften Haus gegen die Düsseldorfer EG folgte eine 0:4-Pleite in Krefeld.

Zum dritten Mal nacheinander war die Helios-Arena ausverkauft: 6215 Fans wollten die Schwäne gegen den Traditionsklub Düsseldorfer EG siegen sehen. Und tatsächlich, der SERC fuhr in einer hart umkämpften Begegnung, in der es für Schwenningen mit 20 Minuten ungewöhnlich viele Strafen gab – die DEG kassierte 24 Minuten – einen verdienten Sieg ein.

Der Erfolg war enorm wichtig, gelang er doch gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze. "Die Spezialteams haben für uns gesprochen. Wir haben in Überzahl getroffen und waren in Unterzahl gut", sagte Wild-Wings-Trainer Pat Cortina und freute sich diebisch über den Heimerfolg. Der Schwenninger Coach war froh, dass sein Team die 0:5-Pleite in Berlin – die höchste Saisonniederlage bisher – gut verdaut hatte. Istvan Bartalis, Mirko Höfflin, Simon Danner und Kalle Kaijomaa trafen für die Wild Wings im Spiel gegen Düsseldorf. Zwei Tage später ging es mit der Unterstützung von 700 Schwenninger Fans, die per Sonderzug anreisten, nach Krefeld. Alles anfeuern der Schlachtenbummler half aber nichts, die Wild Wings gingen klar mit 0:4 unter. Allerdings präsentierte sich die Krefelder Mannschaft, derzeit Vorletzter in der DEL-Tabelle, an diesem Tag sehr stark. Die Schwarz-Gelben, die bislang sehr enttäuschten und die in den drei vorigen Begegnungen den Wild Wings stets unterlegen waren, zeigten eines ihrer besten Saisonspiele.

Pat Cortina: "Unsere Leistung war schwach"

Überragend agierte Nationalstürmer Marcel Müller, der drei der vier Tore erzielte. "Marcel Müller verdient ein Sonderlob. Er ist der Matchwinner. Schwenningen ist sicherlich die Überraschungsmannschaft der diesjährigen Saison. Die haben aber keinen guten Tag erwischt. Meine Mannschaft war hingegen in allen vier Reihen gut", sagte der Krefelder Coach Rick Adduono.

Sein Schwenninger Trainerkollege Cortina war hingegen ziemlich zerknirscht nach dem Spiel: "Krefeld war in allen Belangen besser. Über unsere Leistung könnte man sagen, sie war nicht gut genug. Das wäre aber noch geschmeichelt. Unsere Leistung war schwach."

Dass die Wild Wings im König-Palast keinen Schlittschuh aufs Eis brachten, war vor allem auch deshalb unpassend, weil die 700 Schwenninger Fans eine tolle Stimmung erzeugten und die Mannschaft nach vorne peitschten. SERC-Verteidiger Dominik Bittner brachte es auf den Punkt: "Bei uns war kein Aufbäumen da. Das war ein Schritt weg von unserem Eishockey." Am Mittwoch gastieren die Schwenninger bei der Düsseldorfer EG.