Eishockey

Jannik Herm beschert dem EHC das erste 6-Punkte-Wochenende

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

So, 28. Januar 2018 um 23:07 Uhr

EHC Freiburg

Erstes Sechs-Punkte-Wochenende für den EHC Freiburg in dieser Saison. Mit 5:4 siegen die Wölfe in Bayreuth – Jannik Herm erzielt den Gamewinner kurz vor Schluss in Unterzahl.

Nachdem die Freiburger bereits am Freitag die Dresdner Eislöwen in einem spektakulären Match mit 7:5 geschlagen hatten, legten die Wölfe am Sonntag nicht minder dramatisch nach und schlugen das Tabellenschlusslicht Bayreuth Tigers nach einem Herzschlagfinale mit 5:4. Daran konnte auch ein Hattrick des Bayreuthers Anthony Luciani nichts ändern.

Die Freiburger, bei denen Julian Airich nach abgegoltener Strafe wieder im Kader stand, erwischten dabei einen klassischen Fehlstart und gerieten binnen vier Minuten durch die Treffer von Luciani und Jozef Potac mit 0:2 in Rückstand. Die Wagnerstädter waren im ersten Abschnitt das klar bessere Team, Luciani vergab sogar die Großchance zum 3:0. Nur wenige gefährliche Vorstöße brachten hingegen die Wölfe zustande. Keeper Miroslav Hanuljak konnte nicht über mangelnde Beschäftigung klagen.

Im Mittelabschnitt begegneten sich beide Mannschaften plötzlich mit offenem Visier und agierten extrem offensiv, sodass der Spielabschnitt zu einem regelrechten Torfestival wurde. Zu Beginn entschärfte Hanuljak eine Doppelchance durch die Busch-Brüder Sebastian und Valentin (23.). Im direkten Gegenzug war es EHC-Sürmer Marc Wittfoth, der einen Rebound zum 1:2 verwandelte und seiner Equipe so neuen Mut einimpfte. Doch sofort folgte die kalte Dusche, als Luciani unbedrängt Maß nehmen konnte und zum 3:1 vollstreckte. Es ging nun rauf und runter.

Scoring-Maschine Mancari

Nach einem Pfostentreffer von EHC-Kapitän Philip Rießle verkürzte Mark Mancari per Schlagschuss. Bemerkenswert: Mancari war an 9 der 12 Wölfe-Treffer an diesem Wochenende beteiligt.

Doch die Wagnerstädter legten wiederum nach, als Luciani mit einem starken Stocktrick zwei Freiburger aussteigen ließ und seinen dritten Treffer erzielte. Doch wieder legten die Gäste fast sofort nach. Dieses Mal hatte Chris Billich in Überzahl einen Nachschuss über die Linie bugsiert.

Der Videobeweis wurde zurate gezogen, der Treffer zählte. Wieder betrug der Rückstand nur ein Tor – mit fünf Treffern binnen sechs Minuten kamen darüber hinaus auch die Zuschauer voll auf ihre Kosten. Doch damit nicht genug: Nachdem ein vermeintlicher Freiburger Treffer nach Videobeweis aberkannt wurde, glich Niko Linsenmaier, stark bedient von Billich, tatsächlich aus (36.).

Im Schlussdrittel waren die Freiburger stets näher an der Führung als die Tigers. Doch nach einer kleinen Strafe gegen Marc Wittfoth zappelte die Scheibe im Freiburger Netz. Zum dritten Mal wurde der Videobeweis bemüht – der Treffer aufgrund einer Behinderung des Torhüters nicht anerkannt.

Die dramatische Schlussphase in Bayreuth:


Duda kassiert eine Spieldauerdiszi

Es stand weiter 4:4, als Geburtstagskind Radek Duda (39) eine überflüssige große Strafe plus Spieldauer nahm. Die Wölfe mussten die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten und gerieten gehörig unter Druck – bis Jannik Herm schließlich entwischte und den Unterzahlkonter tatsächlich mit dem Siegtreffer für seine Wölfe krönte. Es war der zweite Erfolg des EHC in Folge.


Bayreuth – Freiburg 5:4 (2:0, 2:4, 0:1)

Tore:
1:0 Luciani (1.), 2:0 Potac (4.), 2:1 Wittfoth (24.), 3:1 Luciani (25.), 3:2 Mancari (27.), 4:3 Kunz (30.), 4:4 Linsenmaier (36.), 4:5 Herm (58.). Strafen: Bayreuth 4, Freiburg 34 (Spieldauer gegen Duda). Zusch.: 1362.