Abstiegskampf

Jubelszenen beim EHC Freiburg – 2:0 gegen Bad Tölz

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

So, 18. März 2018 um 21:27 Uhr

Eishockey

Der Klassenerhalt rückt ein Stückchen näher: Im Kampf gegen den Abstieg glückt den Eishockey-Wölfen in der Best-of-Seven-Serie mit dem 2:0 gegen Bad Tölz der erste Sieg.

Der EHC Freiburg kann noch gewinnen. Mit einer kämpferischen Leistung und einer gehörigen Portion Wut im Bauch zeigten die Zweitliga-Eishockeycracks aus dem Breisgau, nach zwei Niederlagen in Folge, die richtige Reaktion und bezwang die Tölzer Löwen in Spiel drei der Abstiegsrunde mit 2:0. In der Serie verkürzen die Wölfe auf 1:2.

Den Schalter auf Playoff-Modus umlegen: So lautete die Marschroute des EHC Freiburg vor dem dritten Aufeinandertreffen mit den Tölzer Löwen. Die Wölfe mussten eine Reaktion zeigen - und taten dies auch. Kampfstark und mit enormem Laufpensum kauften die Breisgauer dem Gegner aus Oberbayern, nach zwei bitteren Niederlagen in Folge, verdientermaßen den Schneid ab. Verzichten musste EHC-Trainer Leos Sulak, neben den Langzeitverletzten Ben Walker und Mark Mancari, erneut auf Lutz Kästle und Julian Airich.

Emotion lag in der Luft

Von Beginn an warfen die Breisgauer alles in die Waagschale. Und auch die Fans hatten sich entschieden, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, alles zu geben und ihr Team lautstark zu unterstützen. Nicht nur auf den Rängen lag Emotion in der Luft. Auch auf dem Eis gab es im ersten Abschnitt so manches zu sehen, was nicht dem Reglement entsprach. Folgerichterichtig setzte es zahlreiche Strafen auf beiden Seiten. Stets schien der EHC etwas näher am Torerfolg. Nach rund sieben Minuten war es, nach Ablauf eines Powerplays, Niko Linsenmaier, der aus dem Slot einnetzte und die Breisgauer erstmals in der Serie in Führung brachte. Es ging hin und her, wobei die Wölfe etwas zwingender auftraten. In Unterzahl traf Radek Duda beim Break den Innenpfosten (13.). Die Zuschauer bekamen in den ersten 20 Minuten einen spektakulären Schlagabtausch zu sehen.

Die Attraktivität flachte in der Folge merklich ab. Dennoch waren die Breisgauer lange Zeit tonangebend. Einzig im Torabschluss wollte weder hüben noch drüben echte Gefahr auskommen, was der disziplinierten und körperlich harten Abwehrarbeit beider Teams geschuldet war. Die beste Chance vergab EHC-Stürmer Enrico Saccomani, als sein Nachschuss auf das verwaiste Tor im letzten Moment geblockt wurde. Augenscheinlich hatten die Wölfe die Partie im Griff.

Ein ähnliches Bild zunächst im Schlussabschnitt. Freiburg hatte mehr vom Spiel, brachte die Scheibe aber partout nicht über die Linie. Erst gegen Ende wurden auch die Tölzer noch einmal gefährlich. Mit einem Schuss ins leere Tor entschied Chris Billich Sekunden vor Schluss die Partie. Am Dienstag steigt Spiel vier in Bad Tölz.
Freiburg - Bad Tölz 2:0 (1:0, 0:0, 1:0)
Tore: 1:0 Linsenmaier (7.), 2:0 Billich (60.). Strafen: Freiburg 16, Bad Tölz 14. Zuschauer: 2024.