Keine Lust auf die eisgekühlte Olympiapause

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Fr, 16. Februar 2018

Schwenningen Wild Wings

Die Schwenninger Wild Wings bereiten sich im Training intensiv auf die letzten drei Spiele der DEL-Doppelrunde vor.

EISHOCKEY (witt). Die Wild Wings haben das Training wieder aufgenommen. Mirko Sacher und Jussi Timonen sind gesund und wieder voll belastbar. Zuletzt standen die Wild Wings vor zwei Wochen bei der 1:2-Heimniederlage gegen die Berliner Eisbären auf der blanken Spielfläche. Zuerst, noch eine Viertelstunde vor den Feldspielern, kamen im ersten Training die beiden Torhüter Dustin Strahlmeier und Marco Wölfl aufs Eis, um sich warm zu machen. Bei der Trainingseinheit wieder voll mitmachen konnten auch die Verteidiger Mirko Sacher und Jussi Timonen.

So ist davon auszugehen, dass sie für die Schwenninger beim Punktspielendspurt in der DEL zwei große Stützen sein können: Am Mittwoch, 28. Februar sind die Wild Wings nach der Olympiapause daheim gegen Mannheim gefordert, zwei Tage später in Iserlohn und beim abschließenden Heimspiel am Sonntag. 4. März. Damit könnte Trainer Pat Cortina in den entscheidenden Spielen auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Die Nationalspieler Istvan Bartalis (Ungarn) und Anthony Rech (Frankreich) sind in dieser Woche noch nicht in Schwenningen und bestreiten mit ihren Länderteams Turniere. Ungarn spielt in Polen und Frankreich in Dänemark. Der französische Nationalstürmer Damien Fleury trainierte hingegen bei den Wild Wings mit. "Fleury hatte eine kleine Blessur und die wollte er in Schwenningen auskurieren", so Wild-Wings-Sportmanager Jürgen Rumrich. Die erste Einheit war gleich sehr intensiv und temporeich. Die Spieler hatten in den vergangenen Tagen die Möglichkeit, die Köpfe frei zu bekommen. Dies taten etliche Akteure auch, indem sie kostümiert in Villingen-Schwenningen an der Fasnet teilnahmen.

Kapitän Will Acton war nach den tollen Tagen im Training jedenfalls voll motiviert. Acton, der seit fünf Partien in der DEL nicht mehr getroffen hatte, markierte auf Pass von Marc El-Sayed einen herrlichen Treffer gegen Marco Wölfl. Dafür bekam der Käpt'n von El-Sayed einen Klaps auf den Po. Besonders heiß darauf, dass die Pause endet, ist auch Goalie Dustin Strahlmeier. Der ist zwar nicht bei Olympia dabei, vertritt aber die DEL und damit auch Schwenningen beim All-Star-Cup in Bratislava am kommenden Samstag. Strahlmeier freut sich darauf, bei den Spielen gegen All-Star-Teams aus der Slowakei, Tschechien und Österreich seine Klasse zu zeigen. In den ersten Übungseinheiten will Coach Pat Cortina viel im athletischen Bereich arbeiten. "Die Jungs müssen nach der langen Pause erst wieder reinkommen. Jetzt gilt es erst mal Kondition zu bolzen. Die Specialteams werden wir erst nächste Woche trainieren", so Cortina, der über Fastnacht bei seiner Familie in München weilte und sich einen freien Tag in Italien gönnte.

Cortina will im spielerischen Bereich in der kommenden Woche Schwerpunkte setzen. Das Über- und Unterzahlspiel sieht der Schwenninger Übungsleiter für die drei letzten DEL-Partien als eminent wichtig an. Es sollen aber auch intensive Gespräche mit den Spielern geführt werden. "Das werden wir intern untereinander machen, wir werden dabei auf keinen Mentaltrainer zurückgreifen", so Cortina. Am kommenden Mittwoch, 21. Februar, wollen die Wild Wings beim schweizerischen A-Ligisten HC Lausanne ein Testspiel bestreiten.