Mal wieder ganz unten

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 25. September 2018

Schwenningen Wild Wings

Wild Wings fehlt in der DEL noch die Durchschlagskraft.

EISHOCKEY. So hatten sich die Schwenninger Wild Wings den Start in die DEL-Saison nicht vorgestellt: Nach vier Spieltagen ist die Mannschaft von Trainer Pat Cortina Tabellenletzter. Nur zwei von möglichen zwölf Punkten haben die Schwenninger in ihren ersten vier Partien geholt. Trainer, Manager und Mannschaft glauben dennoch an sich und den Erfolg.

Lediglich das erste Spiel konnten die Schwenninger mit 3:2 nach Verlängerung gegen Nürnberg gewinnen. Doch der erste und einzige Sieg wurde teuer erkauft, die Ausländer Rihards Bukarts und Kalle Kaijomaa verletzten sich. Mit nur sechs Ausländern an Bord, kassierte der SERC bei den Grizzlys Wolfsburg eine 0:3-Niederlage. Mit dem selben Ergebnis verloren die Schwäne am vergangenen Freitag gegen die Düsseldorfer EG. Und am Sonntag setzte es eine 2:4-Pleite in Krefeld. "Wir haben einen großen Kader und warten erst einmal ab", wollte Wild-Wings-Sportmanager Jürgen Rumrich nach dem Sieg gegen Nürnberg nichts von einer Nachverpflichtung wissen. Es fehlt ein Knipser vom Format eines Will Acton oder Damien Fleury in Schwenningen. Die beiden Torjäger der vergangenen Saison werden schon jetzt am Neckarursprung schmerzlich vermisst. Verteidiger Tim Bender, der zuletzt eine eher mäßige Saison bei den Wild Wings spielte, blüht bei den Nürnberg Ice Tigers auf, der 23-Jährige hat schon vier Tore vorbereitet. "Wir tun uns mit dem Tore schießen schwer", hat Rumrich erkannt. Der Sportmanager gerät dabei aber nicht in Panik. "Im zweiten Drittel in Krefeld waren wir schon auf dem richtigen Weg. Wir hatten mehr Torchancen als der Gegner. An unserer Effizienz müssen wir arbeiten."

Es fehlt bei den Schwenningern allerdings auch die spielerische Klasse und ein Denker und Lenker. Der US-amerikanische Neuzugang Philip McRae konnte diese Rolle bislang noch nicht ausfüllen. Wenigstens schon zwei Scorerpunkte mit einem Tor und einer Vorlage brachte Tobias Wörle auf sein Konto. "Das ganze ist eine Kopfsache, natürlich macht es einem zu schaffen, wenn die Mannschaft zwei Spiele lang kein Tor schießt", zeigt Wörle auf, dass den Wild Wings derzeit das Selbstvertrauen fehlt.

"Wir müssen weiter hart arbeiten und es auch als positiv ansehen, wenn wir mal einen Schuss erfolgreich geblockt haben", so der 34-jährige Wörle. "Wir hatten in Krefeld genug Chancen, um das Spiel zu gewinnen", ist Trainer Pat Cortina überzeugt. "Bei einem Sieg würden wir jetzt nicht über unsere Tabellensituation reden."