Mit dem Bohrer auf die Eisfläche

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 07. August 2018

Schwenningen Wild Wings

Schwenninger Wild Wings absolvieren erstes Training.

EISHOCKEY (witt). Die Wild Wings sind ins Eistraining für die kommende DEL-Saison eingestiegen. Die erste siebzigminütige Einheit war intensiv. "Die Spieler bringen viel Willen mit", freute sich Trainer Pat Cortina. Erster Mann gestern Vormittag in der angenehm kühlen Helios-Arena war Manfred Wannemacher. Das Schwenninger Betreuer-Urgestein stellte die Trinkflaschen der Spieler an der Bande auf. Eine Minute später betrat Ilpo Kauhanen das Eis. Der Torwarttrainer borgte sich noch rasch eine Bohrmaschine vom Eismeister, um die Tore für das erste Eistraining zu befestigen. Dann kamen nacheinander die Keeper Dustin Strahlmeier, Marco Wölfl und Luis Benzing auf die frisch präparierte Spielfläche. Kauhanen deckte die Tormänner sogleich auch mit leichten Schüssen für die Fanghand ein.

Der Schwenninger Benzing, Sohn des Ex-Stürmers Christian Benzing und Enkel des ehemaligen Machers des Schwenninger Eishockeys, "Doc" Hermann Benzing, wurde jetzt als dritter Torwart für die Wild Wings lizenziert. Zehn Minuten später kommen dann auch die Feldspieler sowie die Trainer, Chefcoach Pat Cortina und sein "Assi" Petteri Väkiparta, aufs Eis. Nach ein paar Runden Einlaufen gibt aber erst einmal Fitnesscoach Hendrik Kolbert von der Bande aus Anweisungen. Mit Gummibändern muss der eine Spieler den anderen über das Eis ziehen. "Die Übung dient der Aktivierung der Schnellkraft", erklärt Kolbert.

Diese Woche ist bei den Wild Wings auch Gabriel Federolf als Gastspieler beim Training dabei. Der aus dem SERC-Nachwuchs stammende 22-jährige Allrounder spielte in der vergangenen Saison für die Freiburger Wölfe. Er wechselt nun aber zum SC Riessersee, der in der Oberliga auflaufen wird. Federolf wird laut Wild-Wings-Manager Jürgen Rumrich in Garmisch Mannschaftskamerad von Uli Maurer. Chefcoach Pat Cortina, der alles genau beobachtete, meldete sich erst nach einer halben Stunde zu Wort. "Hit the goal", also "schaut, dass ihr das Tor trefft", rief er seinen Jungs gutgelaunt zu. Aber auch "move" also "bewegen", wies er seine Mannen an. Zum Schluss wurde vier gegen vier (jeweils drei Feldspieler und ein Torwart) über das gesamte Feld gespielt. Nach 70 Minuten war Schluss. Was Cortina beobachtet hatte, machte ihn erst einmal zufrieden.