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04. Februar 2012 16:47 Uhr
Eishockey
Mühsamer Heimsieg für den EHC Freiburg
Weiter ungeschlagen bleibt der EHC Freiburg in der Regionalliga Südwest. Beim 4:3-Erfolg über die Eisbären Heilbronn bekleckerte sich der Spitzenreiter allerdings nicht gerade mit Ruhm.
Peter Salmik war nach der Partie etwas verschnupft. Das lag allerdings nicht an der klirrenden Kälte, sondern vielmehr am Auftritt seiner Mannschaft. So übte der EHC-Trainer Kritik am Auftritt des Tabellenführers und mahnte, wie bereits unter der Woche, an: "Irgendwann geht das nicht mehr gut." Über weite Strecken der Partie ließ Freiburg sein eigentlich überzeugendes Lauf- und Passspiel vermissen, gegen ersatzgeschwächte Gäste tat man sich äußerst schwer.
Dafür sorgte das Publikum für einen netten Rahmen. 1156 Zuschauer hatten sich in der Franz-Siegel-Halle eingefunden und durften das seltene Gefühl genießen, einmal aus der Kälte ins Warme entfliehen zu dürfen. Freiburg bestimmte das Geschehen auf dem Eis und lieferte wenigstens im ersten Drittel eine akzeptable Leistung ab. So war die zwischenzeitliche 2:0-Führung absolut verdient.
Die Eisbären konzentrierten sich vornehmlich auf ihre Defensivarbeit, vor dem Gehäuse von Christoph Mathis tauchten sie selten gefährlich auf. Dass die Gäste zehn Minuten vor dem Ende ein 2:2 in den Händen hielten, hatten sie nicht nur ihrer Defensivtaktik, sondern vor allem einer astronomisch hohen Fehlerquote des EHC zu verdanken. Sowohl beim 2:1 in der 19. Minute, als auch beim Ausgleich in der 45. Minute präsentierten sich die Hausherren selbstlos und drängten ihrem Gegner die Treffer förmlich auf.
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Das Freiburger Spiel hatte sich längst dem Wetter angepasst - wenn man dachte, es geht nicht mehr tiefer, fiel das (Leistungs)-Thermometer noch ein Stückchen ab. Just das 2:2 brachte den EHC-Motor auf Betriebstemperatur. Auf einmal erhöhten die Gastgeber das Tempo und setzten das Heilbronner Tor unter Dauerdruck. Freiburg ließ endlich erahnen, warum man die Liga bisher dominiert hat. So schossen Patrick Vozar und Anton Bauer den Favoriten mit 4:2 in Front.
Die Partie schien entschieden. Schien. Denn der EHC erinnerte sich, dass Spannung ja auch unterhaltsam sein kann. Ein schlechter Wechsel der Hausherren und schon konnte Heilbronn den Anschluss wieder herstellen. Die Quote der Gäste war phänomenal: Aus gefühlten drei Chancen machten sie drei greifbare Treffer und Freiburg stand jeweils Pate. Eine Schlussoffensive der Eisbären blieb aber aus, denn der EHC verstand es, den Sieg kühl und souverän über die Zeit zu bringen.
Autor: Matthias Konzok
