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27. Juli 2012

Neue Wege auf dem Eis

Wild Wings und SERC mit neuem Nachwuchs-Konzept.

EISHOCKEY (witt). Die Schwenninger Wild Wings gehen zusammen mit dem Stammverein SERC neue Wege bei der Nachwuchsförderung: Das gemeinsame "Projekt Junior Wings", das von Andreas Renz koordiniert wird, fördert die jungen Spieler in Schwenningen. In punkto Nachwuchsförderung greift man in Schwenningen nun voll an. Das Konzept soll einerseits die Eishockeytalente am Neckarursprung halten, andererseits neue hinzu gewinnen und fit für den Profikader machen. "Wir haben in den vergangenen Jahren genügend Spieler an andere Klubs verloren, damit muss Schluss sein", sagt Andreas Renz.

Der gebürtige Schwenninger, der es bis zum Kapitän der Eishockey-Nationalmannschaft brachte und der jetzt seine beispiellose Karriere aufgrund einer Augenverletzung beendete und in der kommenden Saison bei den Wild Wings als Co-Trainer fungiert, wird das Projekt der Nachwuchsförderung als Koordinator leiten. Nach intensiven Gesprächen in den vergangenen Monaten ziehen Wild Wings und SERC in punkto Nachwuchsförderung endlich an einem Strang. Die Lücke zwischen der Nachwuchsabteilung des SERC und dem Profispielbetrieb der Wild Wings soll nun in diesem gemeinsamen Projekt in den kommenden Jahren geschlossen werden.

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Die Nachwuchsarbeit in Schwenningen ist seit langem eine gute, Spieler wie Renz und auch NHL-Stars wie Dennis Seidenberg (Stanley-Cup-Sieger), dessen Bruder Yannic, Marcel Goc, dessen Brüder Sascha und Nikolai Goc entstammen dem SERC-Nachwuchs.

"Wir haben viele junge Spieler

an andere Klubs verloren,

damit muss Schluss sein."

Andreas Renz gibt sich kämpferisch

"Bis zu den Schülern ist alles okay, da sind wir mit der Schüler-Bundesliga mit an der Spitze im deutschen Eishockey, wir haben dann aber im Jugend- und Juniorenbereich nicht die Klasse, die dem SERC zusteht und die wir brauchen. Dies wollen wir ändern", sagt der neue SERC-Jugendleiter Uwe Schlenker, der als ehemaliger Leiter der Lizenzspielerabteilung weiß, wovon er spricht. Derzeit wandern die Talente, wenn sie ins Jugendalter kommen, ab. Denn Schwenningen ist nicht in der Jugend-Bundesliga vertreten. Aktuell haben Kai Wissmann, Gabriel Federolf (beide Eisbären Berlin), John Ungemach und Eric Valentin (beide Kölner Haie), Dominik Stärk (SC Bern/Schweiz) und Sebastian Gruhler (Quebec, Kanada) ihrem Heimatverein den Rücken gekehrt. Sie alle wurden 2009 mit Schwenningen inoffizieller deutscher Knabenmeister.

Dieses DEL-Knabenturnier hatte Schwenningen davor bereits in den Jahren 2004 und 2007 gewonnen. Das Konzept der Pro-Förderung ist klar: Die Jugendmannschaft des SERC, die aktuell in der Baden-Württemberg-Liga spielt, soll in den nächsten zwei bis drei Jahren in die Jugend-Bundesliga aufsteigen. Die Junioren, die es aktuell durch den Verzicht von Regensburg endlich geschafft haben, in die Junioren-Bundesliga aufzusteigen, sollen zunächst die Klasse halten. "Langfristig ist es aber unser Ziel, in den nächsten drei bis fünf Jahren mit unseren Junior Wings in der Deutschen Nachwuchsliga DNL zu spielen", macht Schlenker deutlich.

Die DNL steht über der Jugend- und Junioren-Bundesliga, ist also die höchste Klasse im deutschen Nachwuchs-Eishockey. Die Bezeichnung Young Wings tragen künftig die Mannschaften von den Kleinstschülern bis zu den Schülern. Bei den Junior Wings werden die Altersgruppen Jugend (15 bis 17 Jahre) und Junioren (17 bis 20 Jahre) zusammengefasst.

Autor: witt