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17. Januar 2012
Purzelbäume vor dem Siegerbier
Keeper Sinisa Martinovic beschert seinem Schwenninger Team mit glänzenden Paraden zwei Siege.
EISHOCKEY (witt). Die Schwenninger Wild Wings lassen sich auch dezimiert nicht aufhalten: Das Team des Eishockey-Zweitligisten feierte am Wochenende zwei Siege und festigte damit Rang drei. Gleich sechs verletzte Spieler fehlten den Schwenningern am Wochenende: Torwart Mathias Lange fiel ebenso aus wie die Verteidiger Adam Borzecki, Max Prommersberger sowie die Stürmer Christoph Melischko, Matthias Forster und Dan Hacker. Dabei konnten es sich die SERC-Anhänger aussuchen, welcher Erfolg ihnen mehr Freude bereitete, das 3:1 im Derby beim alten Rivalen Ravensburg, oder der 3:2-Heimsieg nach Penaltyschießen gegen den direkten Konkurrenten Rosenheim. Beim Heimspiel gegen Rosenheim hatte ein Ausfall des EDV-Ticketsystems an den Kassen der Helios-Arena für erhebliche Störungen gesorgt.
"Wir sind etwas schwer ins Spiel gekommen, hatten aber unsere Chancen", so SERC-Trainer Jürgen Rumrich nach dem Heimsieg gegen Rosenheim. "Martinovic hat toll gehalten, schließlich haben wir einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie hat sich das Siegerbier verdient." Torhüter Sinisa Martinovic, den jeder nur bei seinem Spitznamen Silo ruft, lieferte zwei starke Spiele ab. Der Schlussmann ließ sich nach der Schlusssirene von den Fans feiern und schlug auf dem Eis in voller Montur einen Purzelbaum. Gegenüber der Presse hat er sich aber ein Schweigegelübde auferlegt.
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"Wir hatten eine starke Torhüterleistung", lobte Peter Boon den 31-jährigen Keeper. Der 27-jährige Stürmer hatte an der Entscheidung im Spiel gegen Rosenheim maßgeblichen Anteil: Er erzielte den 2:2-Ausgleich und versenkte den entscheidenden Penalty. Gästetrainer Franz Steer war trotz der Niederlage seiner Mannschaft zufrieden: "Unsere jungen Spieler haben sich sehr gut geschlagen."
Einen Heimsieg am kommenden Freitag gegen Heilbronn vorausgesetzt, können die Wild Wings mit dem Tabellenzweiten gleichziehen. Die Angreifer Hacker und Forster sollen dann wieder an Bord sein. "Das ist gut, denn wir haben jetzt zweimal mit drei Reihen gegen Gegner gespielt, die vier Reihen zur Verfügung hatten. Da wirst du am Ende schon müde", so Boon, "wir haben das aber mit Kampf wettgemacht". Können die Schwenninger vielleicht sogar noch Landshut abfangen und Doppelrunden-Meister werden? Boon gibt sich zugeknöpft: "Angesichts der Prognosen vor dem Saisonstart bin ich vorsichtig geworden." Tatsächlich sei es am besten, "von Spiel zu Spiel zu denken und wir sind doch auch nun schon sehr weit oben."
Auch Schwenningens Trainer Jürgen Rumrich schaut noch nicht auf Platz eins. "Für den SERC war es erst mal wichtig, Platz drei zu verteidigen, das ist uns mit dem Sieg gegen Rosenheim gelungen. Wir denken von Spiel zu Spiel und wir werden ja dann sehen, wo wir am 11. März stehen."
Am kommenden Sonntag spielen die Wild Wings dann das zweite Derby des Wochenendes und sind beim Schlusslicht Bietigheim zu Gast.
Autor: witt
