Wild Wings

Rumrich: "Alle sind gefordert, Verantwortung zu übernehmen"

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Fr, 13. Juli 2018 um 00:00 Uhr

Schwenningen Wild Wings

Manager Rumrich sieht den Kader der Schwenninger Wild Wings, die Stürmer Hult halten können, bis auf einen dritten Torwart komplett.

EISHOCKEY. Die Schwenninger Wild Wings haben Andreé Hult weiterverpflichtet und damit ihre Kaderplanung für die neue DEL-Saison vorerst abgeschlossen. Manager Jürgen Rumrich ist trotz des Abgangs von Topscorer Will Acton sehr zufrieden. Eigentlich schien der kleine, trickreiche Schwede bei den Wild Wings schon auf dem Abstellgleis, doch nun haben die Schwenninger doch mit Stürmer Hult verlängert. "Wir haben uns Zeit gelassen, weil es eben auch noch andere Kandidaten gab", so Rumrich: "Andreé geht nun in seine vierte Saison in Schwenningen und nach dem Weggang von Will Acton, Damien Fleury und Uli Maurer war es uns besonders wichtig, einen Spieler mit seinen spielerischen und charakterlichen Eigenschaften weiter in unseren Reihen zu wissen." Hult gehört spielerisch und läuferisch zum gehobenen DEL-Niveau, war aber immer wieder verletzt. Trotzdem halten die Schwenninger nun an dem 1,78 Meter großen und 83 Kilogramm schweren Angreifer fest. Hult bestritt für die Wild Wings 115 Partien, in denen er 77 Punkte scorte (37 Tore/40 Assits). "Man soll nie nie sagen, sollte sich aber in der Vorbereitung niemand verletzen, sind unsere Kaderplanungen bis auf den dritten Torwart abgeschlossen", so Rumrich.

Die Wild Wings waren sich schon mit dem 23-jährigen gebürtigen Selber Niko Stark einig, der Goalie versucht laut Rumrich nun aber sein Glück in Nordamerika. Der Schwenninger Sportmanager räumt auf Nachfrage ein, dass die Mannschaft auf dem Papier nun schwächer als in der vergangenen Saison ist. Top-Star Acton, der zu den Nürnberg Ice Tigers wechselte und Damien Fleury, der aus familiären Gründen zurück in sein Heimatland Frankreich ging, sind nicht gleichwertig zu besetzende Abgänge. Die Schwenninger haben nun neun Ausländer, die pro Partie eingesetzt werden dürfen, unter Vertrag. Trotzdem schließt Rumrich nicht gänzlich aus, dass auch noch ein Zehnter vor Saisonbeginn dazukommt, auch dass die Wild Wings mit zehn gesunden Ausländern in die Runde starten, will der Manager nicht ganz ausschließen.

Der Markt an guten deutschen Spielern scheint leergefegt, allenfalls sogenannte Zweiflaggen-Spieler, wie beispielsweise Deutschkanadier, kämen hier noch in Frage. Der Gesamtetat der Wild Wings werde gegenüber der vergangenen Saison nicht erhöht, so Rumrich, er bleibe bei 5,7 Millionen Euro. "Natürlich gab es für einige Akteure Gehaltserhöhungen", so der Manager. Allen voran dürfte es sich dabei um Torwart Dustin Strahlmeier handeln, der eine überragende Saison spielte. Der Sportmanager setzt darauf, dass die Mannschaft sich nicht groß verändert hat und eingespielt ist. "Bis auf den Abgang von Tim Bender ist die Defensive unverändert. Wir kennen uns und natürlich ist DEL-Platz zehn mit diesem Team möglich." Diese Zielsetzung sei aber kein Selbstläufer. "Alle sind gefordert, hart zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen."

Kader der Wild Wings für 2018/19

Tor: Dustin Strahlmeier, Marco Wölfl. Abwehr: Benedikt Brückner, Dominik Bittner, Mirko Sacher, Dominik Bohac, Jussi Timonen (Finnland), Kalle Kaijomaa (Finnland), Kyle Sonnenburg. Sturm: Istvan Bartalis (Ungarn), Simon Danner, Marc El-Sayed, Tobias Wörle, Marcel Kurth, Mirko Höfflin, Anthony Rech (Frankreich), Markus Poukkula (Finnland), Kai Herpich, Stefano Giliati (Kanada), Philip McRae (Ässät/Finnland), Ville Korhonen (Finnland), Julian Kornelli (Tölzer Löwen/DEL2), Andreé Hult (Schweden). Abgänge: Tim Bender, Will Acton (beide Nürnberg), Lennart Palausch (Hamburg Crocodiles), Uli Maurer (SC Riessersee/DEL2), Damien Fleury (Grenoble/Frankreich).