Eishockey

Schwenningen besiegt Bremerhaven mit 5:2

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Mo, 20. November 2017

Schwenningen Wild Wings

Die Schwenninger Wild Wings düpieren den Deutschen Meister und gewinnen das Heimspiel gegen Bremerhaven mit 5:2.

EISHOCKEY. Es war erneut ein perfektes Wochenende und der vierte Sieg in Folge für die Schwenninger Wild Wings, die derzeit in der DEL für Furore sorgen: Die Schwenninger Eishockeycracks gewannen am Sonntag vor 4264 begeisterten Fans das Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven mit 5:2 (2:1, 1:1, 2:0). Am Freitagabend hatte das Team von Pat Cortina in München den Deutschen Meister phasenweise vorgeführt und die Partie in der bayerischen Landeshauptstadt ebenfalls mit 5:2 gewonnen.

Bei den Wild Wings mussten nach dem glanzvollen 5:2-Sieg am Freitag beim Deutschen Meister Red Bull München Verteidiger Mirko Sacher und Stürmer Uli Maurer verletzungsbedingt passen. Dafür rückten Abwehrmann Dominic Bohac und Angreifer Marcel Kurth wieder ins Team. "Wir müssen vor dem Bremerhavener Tor aggressiv zu Werke gehen und unser Überzahlspiel nutzen", hatte Torhüter Dustin Strahlmeier, der Schweninger Held von München, vor der Partie gegen die Norddeutschen gefordert. Cory Quirk gab schon nach wenigen Sekunden einen Warnschuss auf den Schwenninger Kasten ab, Dustin Strahlmeier war aber auf dem Posten.

In der zweiten Minute gingen die Schwenninger aber auch schon in Führung: Istvan Bartalis bejubelte seinen dritten Saisontreffer. Kurzzeitig sah es so aus, als würden die Wild Wings den Gegner nun überrennen. Die Bremerhavener konnten sich aber aus der Umklammerung befreien. Der Topscorer der Pinguine wurde zweimal alleine gelassen, schoss einmal am Tor vorbei und einmal rettete Strahlmeier. Auf der anderen Seite hatte Damien Fleury bei den selbstbewussten und spielstarken Schwänen mit einem Lattentreffer Pech (15.). In der 16. Minute in Überzahl dann aber das 2:0. Anthony Rech ließ den Bremerhavener Verteidiger mit einer Körpertäuschung ins Leere rutschen und drosch den Puck gekonnt ins Netz. Zum Ende des ersten Drittels musste Stürmer Will Acton auf die Strafbank. Die Norddeutschen nützten die Chance, Wade Berman traf 15 Sekunden vor Schluss zum 1:2.

Im zweiten Drittel konnten die Gäste das Tempo nochmals erhöhen und in der 29. Minute erzielte Mike Hoeffel mit einem Schuss von außen den Ausgleich. Doch die Wild Wings hatten die passende Antwort parat. Acton fing einen Puck ab und Poukkula, der nun kurzzeitig für Fleury in die erste Reihe kam und glänzend mit Acton und Rech harmonierte, markierte sein siebtes Saisontor.

Blitzstart in München belohnt

Zu Beginn des Schlussdrittels machten die pfeilschnellen Gäste Druck. Doch die Schwenninger glänzten mit eiskalter Chancenverwertung. Kapitän Will Acton gelang das 4:2 (47.). Die Bremerhavener nahmen den Torwart bereits dreieinhalb Minuten vor Schluss aus dem Kasten. Eine Chance, die sich der Schwenninger Simon Danner nicht entgehen ließ – er traf in der 57.Minute zum 5:2-Endstand in das verwaiste Gehäuse. Der Rest war feiern mit "standing ovations" der SERC-Fans.

Mit einem Blitzstart, einer mannschaftlichen Glanzleistung und einem überragenden Torwart Dustin Strahlmeier siegten die Wild Wings am Freitag beim Deutschen Meister München 5:2 (3:1, 1:0, 1:1). Nach nicht einmal fünf Minuten auf dem Eis, führten die Wild Wings mit 3:0. Die ersten drei Schüsse der Gäste schlugen alle hinter EHC-Goalie David Leggio ein. Schon nach 75 Sekunden ließ Istvan Bartalis mit einer tollen Einzelaktion dem US-Amerikaner im Münchner Kasten keine Abwehrchance. In der vierten Minute passte Tobias Wörle von hinter dem Münchner Gehäuse auf Simon Danner und der traf zum 0:2. Eine Zeigerumdrehung später erhöhte Damien Fleury mit einem platzierten Schuss in den Winkel auf 0:3. "Nur noch sieben", sangen die 150 mitgereisten Fans freudetrunken. In der neunten Minute gelang München das 1:3: Daryl Boyle war mit einem hammerharten Schlagschuss erfolgreich. In der 37. Minute fiel tatsächlich das vierte SERC-Tor. Mirko Höfflin hatte auf Poukkula gepasst und der ließ Münchens Keeper Leggio herrlich aussteigen.

In der 45. Minute erzielte Kastner per Rückhand im Nachfassen nach einem Schuss von Dominik Kahun das 2:4. Der Druck der Münchner nahm nun zu. Doch die Schwenninger hielten stand und machten den Sieg perfekt: Kalle Kaijomaa traf zum 5:2 (55.). Giliati hätte beinahe das halbe Dutzend voll gemacht, scheiterte aber am Pfosten. "Wir haben aus wenig Torchancen viel gemacht", so Torhüter Strahlmeier nach der Schlusssirene.