Hult will ein Schwan bleiben

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 29. Januar 2019

Schwenningen Wild Wings

Wild Wings geben nach zwei Heimsiegen die Rote Laterne ab.

EISHOCKEY. Die Wild Wings fuhren am vergangenen Wochenende zwei Heimsiege ein. Kurios, beide Male war Andrée Hult der Siegtorschütze. Hult, Istvan Bartalis und Kai Herpich wollen auch in der kommenden DEL-Saison in Schwenningen auf Puckjagd gehen. Am Freitag gegen Krefeld traf Hult 34 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit zum 2:1. Am Sonntag gegen Straubing markierte der Schwede in der Verlängerung das 2:1-Siegtor. "So etwas hab’ ich meiner Profikarriere noch nicht erlebt", so Hult. "Ich freue mich, werde mich damit aber jetzt auch nicht ewig beschäftigen", so der 31-Jährige. Am Freitag wollten die Krefelder vor seinem "Shorthander" noch ein Foul gesehen haben.

Hult sieht das anders: "Da war definitiv kein Foul. Markus Poukkula hat mir den Puck gut gepasst und dann ging mein Schuss eben rein." Am Sonntag traf der Linksschütze dann in der "Overtime" nach Zuspiel von Philip McRae gegen Straubing ins Tor. War es ein Zufall, dass Hult, der es nun auf neun Saisontore bringt, am Wochenende zweimal für das Siegtor sorgte? "Nein, sicher nicht", sagt Trainer Paul Thompson. "Andrée spielt derzeit gutes Eishockey, er übernimmt Verantwortung." Trotzdem ist offen, ob die Wild Wings in eine fünfte Saison mit Hult gehen. Zumal der Edeltechniker, der ziemlich verletzungsanfällig ist, auch dementiert, in absehbarer Zeit die Aussicht auf die deutsche Staatsbürgerschaft zu haben. "Ich würde aber gerne in Schwenningen bleiben", betont Hult. Den 1:1-Ausgleichstreffer gegen Straubing hatte Kai Herpich markiert. "Zuletzt habe ich kurz nach Weihnachten 2017 beim 4:2-Heimsieg gegen München ein Tor geschossen", blickt der 25-Jährige zurück. "Natürlich bin ich froh, dass ich endlich wieder ein Tor erzielt habe", so der gebürtige Schwenninger. Auch Herpich würde gerne bei den Wild Wings bleiben: "Ich bin optimistisch."

Ähnlich ist die Situation bei Angreifer Istvan Bartalis. "Ich habe mit den Verantwortlichen der Wild Wings gesprochen. Es ist aber noch alles offen." Bartalis war übrigens der Meinung, dass er sowohl am Sonntag mit Marc El-Sayed und Tobias Wörle sowie am Freitag mit Wörle und Anthony Rech jeweils gegen die Topreihen des Gegners gut gearbeitet hat.

"Wir konnten das Spiel der Topreihen von Straubing und Krefeld gut zerstören", so der Ungar. Trainer Thompson lobte nach den beiden Heimsiegen, die den Wild Wings den Sprung auf den vorletzten Tabellenplatz bescherten, vor allem den Schlussmann: "Dustin Strahlmeier hat wieder hervorragend gehalten." Am Freitag gastieren die Wild Wings beim Tabellenletzten Iserlohn, am Sonntag, 17 Uhr, kommt das Team des DEL-Tabellenführers Adler Mannheim in die Heliosarena. Für das Baden-Württemberg sind die Sitzplätze bereits ausverkauft.