Sieben Sekunden fehlen

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Mo, 18. Dezember 2017

Schwenningen Wild Wings

Ein unerwartet mageres Wochenende: Wild Wings unterliegen mit 1:5 in Bremerhaven und patzen daheim mit 3:4 gegen Iserlohn.

EISHOCKEY. Null-Punkte-Wochenende für die Wild Wings: Die Schwenninger Kufencracks unterlagen am Sonntag in einer kampfbetonten Heimpartie den Iserlohn Roosters unglücklich mit 3:4 (2:1,1:1, 0:2) -Toren. Damit war die Stimmung am dritten Advent gedrückt, am Freitagabend hatte es für die Wild Wings schließlich in Bremerhaven eine herbe 1:5-Niederlage gesetzt.

Bei den Wild Wings war Stürmer Stefano Giliati nach überstandenem grippalem Infekt wieder an Bord. Abwehrmann Benedikt Brückner, der am Freitag bei der zu hoch ausgefallenen 1:5-Niederlage in Bremerhaven eine Oberkörperverletzung erlitten hatte, fehlte. Er droht laut Sportmanager Jürgen Rumrich lange auszufallen. Der gelernte Stürmer Uli Maurer, der am Freitag aus privaten Gründen nicht dabei war, lief als sechster Verteidiger auf. Die Iserlohn Roosters hatten am Freitag nach 1:3-Rückstand zu Hause gegen Ingolstadt mit 4:3 nach Penaltyschießen gewonnen. Sie beendeten damit eine Serie von vier Niederlagen in Folge, während die Schwenninger zeitgleich nach vier Siegen in Folge wieder verloren.

Anders als zuletzt andere Gastteams am Bauchenberg, traten die Iserlohner nicht abwartend, sondern forsch auf. Die Sauerländer spielten körperlich hart und fuhren einige gelungene Checks. Dennoch hätten die Wild Wings in Führung gehen müssen, Kapitän Will Acton traf in der vierten Minute aber nur den Pfosten. Die Schwenninger zeigten sich dann aber von der Iserlohner Härte beeindruckt und machten in der Defensive ungewohnte Fehler. So in der zehnten Minute, als die SERC-Verteidiger nicht beherzt genug dazwischen gingen und IEC-Torjäger Jack Combs sein 14. Saisontor erzielte. Dann mussten mit Marko Friedrich und Jake Weidner zwei Roosters auf die Strafbank. Es dauerte gerade mal zehn Sekunden, bis Anthony Rech in doppelter Überzahl ausglich. 45 Sekunden später markierte Giliati in einfacher Überzahl die 2:1-Führung für die Wild Wings.

40 Sekunden war das zweite Drittel alt, da traf Damien Fleury in Überzahl nach schönem Querpass von Acton zum 3:1. Dominik Bittner musste anschließend in die Kühlbox. Die Hähne zogen ein sehr gutes Überzahlspiel auf. Es war jetzt ein emotionaler, offener Schlagabtausch. Die Wild Wings agierten mit vier gegen drei. Andrée Hult verpasste aber vor dem gegnerischen Tor den Puck. Als Giliati von der Strafbank kam, konnte er gleich ein Break fahren, Roosters-Goalie Sebastian Dahm hielt aber. Eine Minute vor Ablauf des zweiten Drittels verpasste Chad Costello aus zwei Metern den Ausgleich. Den erzielte dann Blaine Down in der 46. Spielminute für die kampfstarken Iserlohner.

50 Sekunden vor Ende des letzten Drittels zog Christopher Brown ab, Wölfl war aber mit der Fanghand da. Sieben Sekunden vor Schluss ließ Torhüter Wölfl einen Puck von Justin Florek ins kurze Eck passieren. Damit war der glückliche Iserlohner 4:3-Sieg perfekt. Bereits am Dienstag gastieren die Wild Wings in Wolfsburg.