Sieg gegen den SC Rapperswil-Jona und eine stimmungsvolle Party

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 28. August 2018

Schwenningen Wild Wings

Die Schwenninger Wild Wings präsentieren sich im Testspiel auf dem Eis und anschließend beim Saisoneröffnungs-Fest couragiert und schlagfertig.

EISHOCKEY. Die Schwenninger Wild Wings haben ihr Testspiel gegen den schweizerischen A-Ligisten SC Rapperswil-Jona Lakers mit 4:2 (0:1, 2:0, 2:1) gewonnen. Bei den Wild Wings fehlten die verletzten Kyle Sonnenburg und Istvan Bartalis, Ausnahmetalent Boaz Bassen bestritt mit der Schwenninger DNL-Mannschaft ein Turnier in Innsbruck. Den Kasten der Wildschwäne hütete Marco Wölfl. Die Gastgeber machten zu Beginn Druck, Die Reihe mit dem agilen Stefano Giliati sowie mit den Neuzugängen Ville Korhonen und Philip McRae wusste zu gefallen. Nach einem Fehlpass von Anthony Rech musste Wölfl retten. Der Schwenninger Goalie war aber in der siebten Minute geschlagen: Casey Wellman war mit einem verdeckten Schuss von der blauen Linie erfolgreich. Die Schweizer agierten anschließend in Überzahl, Rech vergab einen Konter gegen SC-Keeper Noel Bader. Tobias Wörle verpasste bei fünf gegen fünf ein gutes Zuspiel von Marc El-Sayed und Wörle traf nur den Außenpfosten.

In der 22. Minute zeigte Wölfl eine tolle Fanghandparade gegen Kay Schweitl. In der 25. Minute staubte Mirko Höfflin zum Ausgleich ab. Schwenningen war jetzt gut im Spiel. Vor allem der wiedergenesene Verteidiger Mirko Sacher wusste mit guten Offensivaktionen zu gefallen. In der 33. Minute die Führung für den SERC: Verteidiger Kalle Kaijomaa war mit einem schönen, satten Schlagschuss erfolgreich und ließ Goalie Bader keine Abwehrchance.

Neuzugang Rihards Bukarts erzielt den 4:2-Endstand

Giliati hatte im letzten Drittel die Vorentscheidung auf dem Schläger. Der Italokanadier zog aus der Drehung ab, Bader war aber mit der Fanghand da. Dann Überzahlspiel für die Lakers. Roman Schlagenhauf zog ab, Wölfl konnte jedoch abwehren. Höfflin ging auf der anderen Seite durch, aber Bader war auf dem Posten. In der 56. Minute das verdiente 3:1 für Schwenningen: Verteidiger Dominik Bohac traf in Überzahl ins Schwarze. Der US-amerikanische Nationalspieler Matt Gilroy ließ den Schweizer Nationalliga-A-Aufsteiger mit seinem platzierten Schlagschuss in der 58. Minute noch einmal hoffen. Die Gäste nahmen den Torwart vom Eis. Doch SERC-Neuzugang Rihards Bukarts traf in den leeren Rapperswiler Kasten zum 4:2-Endstand.

Nach der Partie feierten die Wild Wings mit ihren Fans auf der Möglingshöhe ihre Saisoneröffnungs-Party. Bis die Mannschaft eintraf, wurde schon einmal allen ehrenamtlichen Helfern wie Ordnern, Kassenpersonal, Zeitnehmern, Team Spielertunnel und den ehrenamtlichen Helfern in den Kiosken für ihre Arbeit gedankt. Stadionsprecher Domenic Liebing moderierte das Fest in gekonnt lockerer Manier. Er konnte sich kleine Sticheleien, wie beispielsweise gegen Torwart Dustin Strahlmeier, der sich in der vergangenen Saison so sehr ärgerte, dass er kein Spiel ohne Gegentor hatte, nicht verkneifen, als er Goalie Marco Wölfl als den Mann mit den zwei Shut-outs ankündigte. Aber auch die Mannschaft, die von den Fans frenetisch gefeiert wurde, machte ihre Späße. So als Athletiktrainer Hendrik Kolbert auf die Bühne gerufen wurde. Da gab es von dem Team für den "Schleifer" doch einige lustig gemeinte Buhrufe. Liebing bezeichnete Wild-Wings-Sportmanager Jürgen Rumrich als "Bob, der Baumeister", weil er ja die Mannschaft zusammengebaut habe. Die vielen Finnen im Schwenninger Team spielten mit dem Vorurteil, dass Finnen meist recht schweigsam sind, und antworteten nach Möglichkeit jeweils nur mit ja oder nein.

Auch das Trainerteam witzelte. Auf die Frage, welcher von ihnen, Pat Cortina, oder Petteri Väkiparta, nun der böse und der gute Cop ist, sagte jeder vom anderen, dass er der Gute sei. Ja, und Väkiparta pries seine Rolle als Co-Trainer an: "Du kannst sagen und machen, was du willst, du hast nie die Verantwortung, die hat Pat", so der Finne mit einem Grinsen. Der amerikanisch-kanadische Stürmerneuzugang Philip McRae wurde auf dem "heißen Stuhl" von den Fans gefragt, welche deutschen Worte er schon kenne. McRae antwortete ganz cool auf schwäbisch: "En guate!" Guter Appetit war bei dem angebotenen Wild-Wings-Burger angesagt. Auch wenn es etwas kühl war, so regnete es wenigstens nicht und so war es eine schöne, stimmungsvolle Feier. Natürlich gab es von den Eishockeyprofis auch noch jede Menge Autogramme.