Sturm holt Höfflin zur WM

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Mi, 02. Mai 2018

Schwenningen Wild Wings

Bundestrainer nominiert Stürmer der Wild Wings für Eishockey-Weltmeisterschaft in Dänemark.

EISHOCKEY. Mirko Höfflin fährt zur Eishockey-Weltmeisterschaft. Der 25-jährige Stürmer der Schwenninger Wild Wings wurde von Bundestrainer Marco Sturm für die am Freitag beginnenden Titelkämpfe in Dänemark nachnominiert. In einem "Final Cut" war Höfflin nach dem letzten Testspiel, das die DEB-Auswahl in Dänemark gegen Südkorea mit 4:3 gewonnen hatte, zunächst aus dem Kader gestrichen worden.

"Bundestrainer Sturm hat mir seine Entscheidung, dass ich nicht dabei sein werde, am Samstag mitgeteilt. Er sagte, ich habe sehr gut gespielt, habe seine Erwartungen sogar übertroffen." Diese Begründung konnte den Mittelstürmer aber nicht trösten. Am späten Montagnachmittag nahm die Sache aber eine entscheidende Wende. Höfflin jubelte: "Bundestrainer Sturm hat mich soeben angerufen. Er hat noch eine Absage gekriegt, und ich bin definitiv bei der WM dabei. Ich bin so was von glücklich." Bereits am Dienstag ging für die Nationalspieler der Flieger von Frankfurt ins dänische Billund. Höfflin, der eigentlich bei seinen Eltern in Freiburg relaxen wollte, freute sich riesig: "Boah, ich muss jetzt alle Planungen umwerfen, aber das tue ich gerne." Es ist die erste Weltmeisterschaft für Höfflin, der bislang 17 Länderspiele bestritt und ein Tor erzielte. Er ist als Einziger der fünf Wild-Wings-Spieler, die Anfang April mit Länderspielen in Russland für die deutsche Nationalmannschaft in die WM-Vorbereitung starteten, bei der Weltmeisterschaft dabei.

In einem ersten Cut hatte Bundestrainer Sturm Torwart Dustin Strahlmeier und Verteidiger Tim Bender und in einem zweiten Schnitt Stürmer Simon Danner und Verteidiger Benedikt Brückner ausgesiebt. Besonders die Ausladung von Goalie Strahlmeier, der immerhin zum "DEL-Torwart des Jahres" gekürt worden war, konnte so mancher Schwenninger Eishockeyfreund nicht so ganz verstehen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Nummer eins bei Olympia, Danny aus den Birken vom Deutschen Meister EHC Red Bull München, die Weltmeisterschaft wegen einer Verletzung abgesagt hat. Neben Mirko Höfflin sind immerhin noch drei ehemalige SERC-Cracks bei der WM dabei: Das in Villingen-Schwenningen geborene Brüder-Verteidigerpaar Dennis und Yannic Seidenberg sowie der dem Schwenninger Nachwuchs entstammende Mannheimer Angreifer Matthias Plachta.