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11. August 2008
Sumoringen und andere Duelle
Das erste Testspielderby vor dem Zweitligastart im September gewinnen die Wölfe Freiburg gegen Schwenningen mit 4:3
FREIBURG. Es gibt Situationen im Leben, da ist es ganz wichtig, die Contenance zu bewahren. Matt Hubbauer befindet sich gerade in so einer. Bei seinem neuen Klub, dem Eishockey-Zweitligisten Wölfe Freiburg, haben ein paar Fans nach dem Testspiel gegen Schwenningen per Los die Chance erhalten, im Sumoringen gegen einen Wölfe-Spieler anzutreten. Der kanadische Neuzugang steht also vor der Eishalle, sieht in dem unförmigen Schutzanzug aus wie ein Teletubbie und muss mitansehen, wie die Frau mit der blonden Mähne ihm gegenüber im selben, albernen Anzug Anstalten macht, ihn umzuwerfen. Da war der 4:3-Sieg gegen den Ligakonkurrenten aus Schwenningen nach nur einer Woche Eistraining ein Leichtes.
Es läuft die 29. Minute in der Partie vor gut 2200 Zuschauern bei traumhaften T-Shirt-Temperaturen in der Franz-Siegel-Halle, es steht 3:1 für die Wölfe und auch wenn es erst das erste Testspiel ist, erstaunt das doch einige Zuschauer. Die Schwenninger haben im Sommer auf dem Transfermarkt ordentlich zugelangt, während der Aufsteiger aus Freiburg diesbezüglich bescheidener agierte. Ob sich in dem Spiel ausbezahlte, dass die Wölfe deswegen einen eingespielten Kern besitzen? Jedenfalls hat Josef Kottmair soeben vor dem Schwenninger Tor gefühlvoll auf Neuzugang Dennis Meyer quergelegt, so dass sein Teamkollege nur noch einschieben musste. Schon Minuten zuvor hatte Kottmair mit Übersicht Verteidiger Robert Hoffmann das 2:1 ermöglicht.
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"Ich hätte nicht gedacht, dass die Jungs schon so weit sind", zeigte sich Wölfe-Trainer Peter Salmik überrascht. Einige schöne Aktionen und ein paar flüssige Kombinationen seien schon dabei gewesen. Den beiden Spielern Jochen Molling und Gert Acker, die zurzeit (noch?) ohne Vertrag mit den Wölfen trainieren, bescheinigte Salmik ein "Ordentlich!" Der Dritte im Bunde, Christian Mayr, verabschiedete sich schon früh aus dem Spiel, da er sich nach einer klitzekleinen Auseinandersetzung mit dem Schwenninger (und Ex-Freiburger) Markus Schröder in die Kabine zurückziehen musste. Nachdem Angreifer Adam Spylo am Freitagabend per SMS den Wölfen kundtat, dass er doch nicht – wie ausgemacht – zurückkommt, konnte sich somit am Samstagabend vor allem Stürmer Gert Acker mit einem in der Tat guten Auftritt für eine Verpflichtung auf der Position empfehlen. Wölfe-Sprecher Holger Döpke kennt mittlerweile immerhin den Grund, warum Spylo nicht kommen will: "Er sagt, es liege daran, dass wir ihm nur einen Zwei-Monate-Vertrag angeboten hätten." Ob Spylo, vorige Saison bei seinem Eishockey-Comeback dezent übergewichtig und nicht wirklich topfit, über den Sommer hinweg vielleicht einfach nicht seinen Körper in gewünschter Form modelliert hat, bleibt vorerst sein Geheimnis.
Matt Hubbauer demonstrierte während der Partie durchaus seine Qualitäten (gute Übersicht, intensive Beschäftigung von ein bis zwei Gegnern), beim Sumoringen zeigte er sich dagegen nicht unbedingt von seiner umwerfenden Seite. Der Ringrichter hatte nach zwei, drei Minuten ein Einsehen: Das Duell mit der Dame endete Unentschieden.
Tore: 0:1 (15.) Bombis (Steingroß/Leisenring), 1:1 (20.) Bares (Mares), 2:1 (22.) Hoffmann (Kottmair), 3:1 (29.) Meyer (Kottmair), 3:2 (43.) Leisenring (Bombis), 4:2 (45.) Mares (Acker), 4:3 (60.) Erickson (Steingroß/Baum). Schiedsrichter: Schimm. Zuschauer: 2211. Strafen: Freiburg 14 plus Mayr 5 + Spieldauer, Schwenningen 20 plus Schröder 5 + Spieldauer.
Autor: Martina Philipp



