Torhüter Strahlmeier rettet zwei Punkte

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Do, 21. Dezember 2017

Schwenningen Wild Wings

Schwenninger Wild Wings verspielen 0:2-Rückstand und gewinnen dann doch nervenstark mit 3:2 in der Verlängerung.

EISHOCKEY (witt). Die Wild Wings siegten vor nur 1905 Zuschauern in Wolfsburg nach 2:0-Führung mit 3:2 (2:0, 0:0, 0:2, 1:0) in der Verlängerung. Torwart Dustin Strahlmeier hielt einmal mehr überragend. Lediglich 82 Sekunden war die Partie alt, da gingen die Wild Wings nach einem schönen Spielzug in Front. Uli Maurer, der wieder als Verteidiger auflief, brachte einen klugen Pass auf Damien Fleury, der spielte den Puck zu Andrée Hult und der Schwede in Schwenninger Diensten lochte humorlos ein.

Verteidiger Tim Bender sprang bei einem Abwehrversuch der Puck über die Plexiglasbande, er kassierte zwei Strafminuten wegen Spielverzögerung. Goalie Dustin Strahlmeier war aber gegen Sebastian Furchner auf dem Posten. In der achten Minute fiel auch schon das 0:2. Es war eigentlich eine harmlose Hereingabe von Stefano Giliati, aber Grizzly-Keeper Felix Brückmann bugsierte den Puck unglücklich mit der Torwartkelle ins eigene Netz. Brückmann war dann doch verunsichert und hätte beinahe einen Abpraller von Alexander Roach in den eigenen Kasten passieren lassen. Die Wolfsburger fanden gegen die Schwenninger, die sich defensiv viel stärker als bei ihrem jüngsten Nullpunkte-Wochenende präsentierten, einfach nicht richtig ins Spiel. Immerhin, Gerrit Fauser fasste sich dann einmal ein Herz, Strahlmeier konnte jedoch abwehren. Der Schwenninger Torwart war auch im zweiten Drittel der meistbeschäftigte Mann auf dem Eis. Die Schwäne kamen im Mittelabschnitt kaum noch zu Entlastungsangriffen. Strahlmeier hielt aber famos in Schwenninger Unterzahl gegen Torjäger Kris Foucault und Jeff Likens. Dann leistete sich auch Schwenningens Verteidiger Kalle Kaijomaa eine unnötige Strafzeit. Der SERC-Tormann wehrte aber gegen Sebastian Furchner zweimal glänzend ab.

Bei Likens brach dann der Schläger, außerdem war gegen den Grizzly-Verteidiger noch eine Strafzeit angezeigt. Die Wild Wings wurden mit sechs gegen fünf Mann erstmals im zweiten Drittel gefährlich, im Abschluss haperte es aber. Ebenso anschließend beim Powerplay der Schwäne. Der Puck lief bei fünf gegen vier Mann zwar gut, aber der Abschluss war zu schwach.

Istvan Bartalis kassierte zu Beginn des letzten Drittels zwei Strafminuten wegen hohen Stocks. Fauser ließ sich in Überzahl nicht lange bitten und traf zum 1:2. Dann erneut eine unnötige Strafzeit gegen Bender. Die Schwenninger hatten es dann allein dem glänzend reagierenden Strahlmeier zu verdanken, dass sie nicht den Ausgleich kassierten. Zwei Minuten vor Schluss fiel dann aber doch das verdiente 2:2 durch Robert Bina mit einem abgefälschten Schuss von Jeremy Dehner. Eine Minute vor Schluss musste der Wolfsburger Verteidiger Björn Krupp auf die Strafbank. In der regulären Spielzeit fiel aber kein Treffer mehr. Es ging in die Verlängerung. Hier durften die Wild Wings zunächst mit vier gegen drei Mann spielen. Brückmann hielt aber sensationell gegen Hult. Es ging mit drei gegen drei weiter.

Alexander Weiss konnte den schnellen Giliati jedoch nur mit einem Foul stoppen. Also erneut Powerplay für die Schwäne. Und die Schwenninger spielten es fantastisch aus. Kapitän Will Acton schoss den Puck zum 3:2-Sieg der Wild Wings ein. "Zwei Punkte sind besser als einer. Wir sollten nicht lange über das Spiel nachdenken, auch wenn wir schon 2:0 vorne lagen. Ein Sieg ist ein Sieg", freute sich Acton nach der Schlusssirene.
Strahlmeier freute sich diebisch: "Es ist das erste Mal, dass ich in Wolfsburg punkte." Für die Wild Wings geht es am Tag vor Heiligabend mit dem Gastspiel in Mannheim weiter.