"Wenn wir so auftreten, sind wir nur schwer zu schlagen"

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Fr, 12. Januar 2018

Schwenningen Wild Wings

Schwenninger Wild Wings feiern Auswärtssieg bei der Düsseldorfer EG / Heute Abend treffen die Schwäne auf Meister München.

EISHOCKEY (witt). Die Schwenninger Wild Wings haben das Auswärtsspiel bei der Düsseldorfer EG verdient mit 3:2 (0:0, 0:1, 2:1, 1:0) gewonnen. Die Schwäne wurden von den Schiedsrichtern benachteiligt. Heute, Freitag, treffen die Wild Wings um 19.30 Uhr in der Helios-Arena auf den Deutschen Meister EHC Red Bull München und am Sonntag (16.30 Uhr) gastieren sie beim Tabellenletzten Straubing Tigers.

In der vierten Minute gingen die Schwenninger, die erst am Spieltag mit dem Flugzeug aus Zürich angereist waren, in Düsseldorf aus dem Gewühl heraus vermeintlich in Führung. Die Schiedsrichter gaben den Treffer und nannten Damien Fleury als Torschützen. Ohne Not und nur auf Intervention von DEG-Trainer Mike Pellegrims bemühten die Referees danach den Videobeweis. Doch hier hatten sie in endlos erscheinenden Minuten entweder die falsche Einstellung erwischt oder waren blind: Die Scheibe war eindeutig, wenn nicht im ersten Versuch, dann aber im zweiten über der Torlinie. Dies war allerdings nur von der vorderen Torkamera zu sehen, da die hintere Kamera vom Schiedsrichter verdeckt war.

SERC-Trainer Pat Cortina regte sich fürchterlich auf, als der Treffer nicht gegeben wurde. Der Schwenninger Coach musste von Verteidiger Kalle Kaijomaa beruhigt werden, sonst hätte er wohl vor Wut das Eis gestürmt. "Meine Wut hatte nichts mit der Entscheidung der Schiedsrichter zu tun. Es ging mir darum, dass vor dem Videobeweis das Tor gegeben wurde und die Spieler bereits zum Anstoßbully bereitstanden, klagte Cortina. "Als der Düsseldorfer Trainer Mike Pellegrims rief, sind sofort beide Schiedsrichter zu ihm gekommen. Zu uns ist aber kein Schiri an die Bande gekommen. Die Schiedsrichter haben keinen Respekt vor den Schwenninger Wild Wings gezeigt", so der SERC-Trainer. Doch die SERC-Cracks ließen sich von der Fehlentscheidung nicht aus dem Konzept bringen.

Nach der regulären Spielzeit stand es 2:2. Das Match ging in die Verlängerung. Stefano Giliati holte dann eine Strafe heraus – DEG-Spieler Boyce musste in die Kühlbox. Die Schwäne fackelten bei vier gegen drei nicht lange. Kaijomaa passte auf Will Acton und der leitete die Scheibe weiter auf Andrée Hult, der mit seinem achten Saisontor den Gästesieg sicherstellte. "Wir haben nach dem Rückstand weiter gekämpft und noch die Tore gemacht. Wenn wir so wie im letzten Drittel auftreten, sind wir nur schwer zu schlagen", sagte der Schwenninger Stürmer Damien Fleury nach der Schlusssirene.

Heute kommt es zum erneuten Duell mit dem Meister aus München. Mit einer taktischen Meisterleistung hatten die Wild Wings die Bayern vor zwei Wochen in der ausverkauften Helios-Arena mit 4:2 besiegt. Am 17. November hatten die Schwäne sensationell mit 5:2 in München gewonnen. "Die Münchner wollen sicher nicht ein drittes Mal gegen uns verlieren" sagt Cortina. "Ich erwarte sie aggressiv und druckvoll."