Wild Wings in der DEL auf Pre-Playoff-Kurs

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 28. November 2017

Schwenningen Wild Wings

Eine Bilanz nach der Hälfte der Hauptrunde / 3892 Zuschauer im Schnitt bei den Heimspielen.

EISHOCKEY. Auch wenn die Schwenninger Wild Wings in Ingolstadt verloren haben, sind weiter auf Kurs: Nach 26 Spielen haben sie 39 Punkte, also jene 1,5 Zähler pro Partie, die sicher für die Pre-Playoff reichen.

Auch wenn die Wildschwäne bei der 3:5-Niederlage in Ingolstadt erstmals im November nur ein mittelmäßiges Spiel abgeliefert haben, liegen sie im Plan: Der SERC ist momentan DEL-Tabellensechster, was die direkte Playoff-Qualifikation bedeuten würde. Auf den Elftplatzierten ERC Ingolstadt haben die Schwenninger sechs Zähler Vorsprung, Rang zehn würde für die Pre-Playoff-Spiele reichen. 13 Siegen stehen 13 Niederlagen gegenüber, das Torverhältnis ist mit 65:63 leicht im Plus. Läuft es so weiter und holen die Schwäne in der zweiten Saisonhälfte wieder 39 Zähler, hätten sie am Ende 78 Punkte auf dem Konto. Das hätte in der vergangenen Saison zu Rang sieben gereicht.

22 ihrer 39 Punkte holten die Schwenninger zu Hause, 17 auswärts. Es könnte also wahr werden, dass erstmals seit 1996 in der Deutschen Eishockey-Liga wieder Playoffs mit den Wild Wings stattfinden. Die Schwenninger waren seinerzeit nach der Hauptrunde unter Trainer Bob Burns sogar Tabellenfünfter, scheiterten damals aber im Achtelfinale überraschend an den zwölftplatzierten Augsburger Panther mit 1:3.

5124 Zuschauer sehen den Sieg gegen Köln

3892 Zuschauer sahen bislang im Schnitt die Heimspiele in der Helios-Arena. Beim 1:0-Heimsieg gegen die Kölner Haie schauten 5124 Besucher zu. Die große Überraschung war in dieser Partie gegen die Domstädter nicht, dass die SERC-Abwehr wieder sehr sicher stand, nein, sondern dass Ersatzgoalie Marco Wölfl, zumindest in dieser einen Begegnung mit sensationellen Reflexen wie die Nummer eins Dustin Strahlmeier aufwartete. "Das war ein super Erlebnis, vor so einer Kulisse und dann noch mit einem Sieg und einem Shut-out für mich, unbeschreiblich", sagte Wölfl und war überglücklich. Nachdem er die ersten Pucks abgewehrt habe, sei er sofort sehr gut im Spiel gewesen und habe sich bestens gefühlt, berichtete der 23-Jährige. Torwarttrainer Ilpo Kauhanen leiste in Schwenningen hervorragende Arbeit und mit Strahlmeier verstehe er sich sehr gut. "Ich würde gerne hier bleiben, es gab aber noch keine Gespräche", so Wölfl.

Am Sonntag war die Leistung der Schwäne nicht gut genug, um in Ingolstadt zu gewinnen. Und dies, obwohl die Schwenninger schon 3:1 geführt hatten. Die Wild-Wings-Abwehr wies einige ungewohnte Löcher auf. Trainer Pat Cortina: "Unsere 3:1-Führung hatte schon nicht das richtige Bild gezeigt. Unser erstes Drittel war gut, Ingolstadt hat dann aber sehr viel Druck gemacht. Die haben die Zweikämpfe gewonnen und waren zumindest in der zweiten Hälfte des Spiels die bessere Mannschaft." Nachdem die Schwäne zu Beginn des dritten Drittels drei Gegentore in drei Minuten bekommen hatten, waren sie vom Kopf, aber auch vom Körperlichen her, nicht mehr in der Lage, die Partie noch einmal zu drehen. Cortina: "Ingolstadt hatte einen Tag mehr Ruhe als wir, vielleicht hat das auch noch eine Rolle gespielt. So oder so haben sie verdient gewonnen."

Für die Wild Wings geht es Schlag auf Schlag weiter. Am morgigen Mittwoch haben sie den Tabellenzweiten Eisbären Berlin in der Helios-Arena zu Gast, am Freitag geht es zum Spitzenreiter Nürnberg Ice Tigers. Am Sonntag (17 Uhr) sollten die Schwenninger aber zumindest gegen den Tabellenzwölften Krefeld Pinguine, das Spiel wird live auf Sport 1 mit Fernsehexperte Andi Renz übertragen, wieder punkten.