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14. April 2011 18:37 Uhr
Insolvenz
Wölfe am Ende – keine Rettung der maroden GmbH
Das Aus der Wölfe Freiburg ist besiegelt: Der sportlich bereits abgestiegene Eishockey-Zweitligist kann auch seine finanzielle Pleite nicht mehr verhindern. Damit endet das kurze Intermezzo der Wölfe GmbH.
Kurz ist die Episode, weil die Wölfe GmbH lediglich vier Jahre lang für die Geschicke des Freiburger-Profi-Eishockeys verantwortlich war. Insolvenzverwalter Thilo Braun teilte am Donnerstag mit, dass die Rettung der Wölfe "nicht gelingen konnte" und es somit "nicht zur Rücknahme des Insolvenzantrags kommen wird".
Deswegen wird die Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft ESBG den Wölfen am Montag die Lizenz entziehen. Die Insolvenzverwalter werden versuchen, das Insolvenzverfahren auf 1. Mai zu eröffnen, wie Brauns Kollege Björn Ehler gegenüber der Badischen Zeitung erklärte. Das Schwierigste werde dabei, die Verfahrenskosten zu decken, da es keine wirklichen Vermögenswerte gebe.
Fürs Freiburger Männer-Eishockey bleibt damit nur der Neustart in der vierten Liga, wo momentan die Amateur-Mannschaft des Stammvereins EHC Freiburg auf Punktejagd geht. Der EHC hätte zwar auch die Option, als Nachrücker in die drittklassige Oberliga aufzusteigen. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass er dieses Unterfangen schon jetzt in Angriff nimmt – der erste Vorsitzende Wolfgang Kunkler hatte unter anderem in einem BZ-Interview betont: "Der Verein kann und will kein Profi-Eishockey bieten." Denkbar ist freilich, dass sich früher oder später eine neue GmbH gründet – wobei es dabei nur darum gehen kann, die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden.
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Es folgte ein Intermezzo, in dem wieder der Verein EHC Freiburg für die erste Mannschaft zuständig war, ehe sich eine neue GmbH gründete, die seit 2007 den Spielbetrieb der Profis organisiert. Ihr Frontmann war lange der Endinger Speditionsunternehmer Holger Döpke, der Ende 2010 als Gesellschafter ausschied. Döpkes Anteile übernahm in Ronald Danner ein langjähriger Eishockeyfunktionär, der bereits Geschäftsführer der 2006 zahlungsunfähigen GmbH war. Die beiden anderen Gesellschafter sind der Kellereibedarfhändler Willi Zimber aus dem Markgräflerland sowie Andrea Volk. Als Geschäftsführer fungiert Ex-Profi Jürgen Schaal, der gleichzeitig Nachwuchstrainer ist.
Zur aktuellen Situation erklärte Braun , dass rein theoretisch eine Rettung noch bis zum 17. April möglich sei. "Doch aufgrund der geführten Gespräche und der vorliegenden Erkenntnisse kann bereits jetzt festgestellt werden, dass die benötigten Gelder zur Rettung der Wölfe nicht zur Verfügung stehen werden", erklärte er. Man habe die Fans deshalb nicht länger im Unklaren lassen wollen. Der GmbH fehlten zuletzt 390.000 Euro, um den Insolvenzantrag wieder zurückziehen zu können. Am Sonntag, 18.30 Uhr, bestreiten die Wölfe-Profis damit das ultimativ letzte Spiel der insolventen GmbH. Gegner sind die Lausitzer Füchse. Um den Wölfen jedoch immerhin einen – so Ehler – "würdigen Abgang" zu ermöglich, gibt’s die Stehplatzkarten für fünf Euro, die Sitzplätze für zehn Euro.
Autor: kh/phi/dpa



