Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

09. Januar 2016 09:43 Uhr

Erneuter Heimsieg

EHC gewinnt 4:2 gegen Kaufbeuren

Den Freiburger Wölfen ist auch im zweiten Heimspiel binnen weniger Tage ein Sieg gelungen. Im vielleicht besten Spiel der Saison waren sie den Gästen aus dem Ostallgäu letztlich überlegen.

  1. Liefern sich eins von vielen harten Duellen auf dem Eis: Nikolas Linsenmaier vom EHC Wölfe Freiburg (l.) und Lee Baldwin vom ESV Kaufbeuren (r.) Foto: Achim Keller

Ihren zweiten Heimerfolg binnen vier Tagen feierten die Eishockey-Zweitligisten des EHC-Freiburg am Freitagabend. Mit ihrem vielleicht besten Spiel im bisherigen Saisonverlauf - wohl aber in einem der intensivsten - zeigten die Hausherren dem Tabellenzehnten an beiden Enden des Eises eindrucksvoll die Grenzen auf.

Auch die beiden Fanlager lieferten sich von Beginn an ein Duell auf Augenhöhe. Gut 300 Kaufbeurer hatten sich auf den Weg in den Breisgau gemacht, um ihre rot-gelbe Truppe lautstark zu unterstützen. Während des gesamten Spiels feierten die Anhänger ihre jeweilige Mannschaft mit unablässigen Gesängen.

Das erste Drittel gehört den Gästen

Nicht weniger intensiv ging es derweil auf dem Eis zur Sache, wobei das erste Drittel unterm Strich den Gästen gehörte. Zunächst suchten die Freiburger mit viel Schhwung den Weg zum Tor, doch weder Milos Vavrusa noch Goldhelm Petr Haluza vermochten Stefan Vajs im Gästetor zu überwinden. Im weiteren Verlauf erarbeitete sich der ESVK zunehmend Spielanteile, scheiterten jedoch mehrfach an der EHC-Abwehr mit dem erneut glänzend aufgelegten Keeper Jonathan Boutin. Einmal griff der Freiburger Goalie dennoch daneben, als Michael Baindl einen schnellen Angriff der Gäste im Tor untrebrachte.

Werbung


Im Mittelabschnitt ließ die Disziplin bei beiden Mannschaften nach. Zahlreiche Strafen auf beiden Seiten waren die Folge. Zwei schnelle Strafen gegen die Gäste brachten die Freiburger in doppelte Überzahl. Mit einem strammen Schuss in den Winkel glich David Vrbata nach wenigen Sekunden aus (24.). Anderthalb Minuten später - Freiburg stand noch immer mit einem Spieler mehr auf dem Eis - täuschte Alexander Brückmann einen Schuss an, legte jedoch im letzten Moment auf Tobias Kunz ab, der aus spitzem Winkel den Doppelschlag perfekt machte (26.).

Nach dem Freiburger Doppelschlag findet Kaufbeuren keine Mittel

Die Freiburger zeigten nun vorne wie hinten eine gute Leistung, störten früh und liefen schnelle Gegenstöße. Die Gäste fanden hingegen kein Mittel. Mit einem sensationellen Doppelpass ließen Tobias Kunz und Niko Linsenmaier kurz vor Drittelende die gesamte ESVK-Hintermannschaft aussteigen und erzielten das 3:1 (37.).

Erst im Schlussdrittel erhöhten die Gäste noch einmal die Schlagzahl, scheiterten aber mehrfach an Goalie Boutin, der ab Mitte des Drittels den Helm wechseln musste. Über eine bärenstarke Defensive hielten die Breisgauer jedoch dagegen, wenngleich sich Tobias Bräuner (zwei Minuten) und Ondrej Svanhal (zwei plus zwei Minuten) unnötige Strafen einhandelten. Als Gästetrainer Mike Muller seinen Torhüter für einen sechsten Feldspieler raus nahm, ergriff Tobias Kunz die Gelegenheit und brachte einen Gegenstoß zum 4:1 für Freiburg im Tor unter (59.). Zwar gelang den Gästen Sekunden vor Spielende noch der Anschluss durch Marc Schmidpeter, das Duell auf dem Eis hatten die Wölfe dennoch klar für sich entschieden - ebenso wie das Kräftemessen auf den Tribünen.
EHC Freiburg - ESV Kaufbeuren 4:2

(0:1, 3:0, 1:1)

0:1 (7.) Baindl (Stein), 1:1 (24.) Vrbata (Linsenmaier, Brückmann), 2:1 (26.) Kunz (Linsenmaier, Brückmann), 3:1 (37.) Linsenmaier (Rießle, Kunz), 4:1 (59.) Kunz (Rießle, Linsenmaier), 4:2 (60.) Schmidpeter (Burnell, Bergmann). Strafen: Freiburg 18, Kaufbeuren 14. Zuschauer: 2503.

Autor: Benjamin Resetz