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05. Februar 2010
Wiedersehen mit Ex-Wolf Petr Mares
Freiburger Zweitligist spielt heute gegen Hannover.
FREIBURG. Es gibt nicht viele Spiele, von denen sich Freiburgs Eishockeyfans so viel Nervenkitzel versprechen wie vom Kräftemessen mit den Hannover Indians am heutigen Abend, 20 Uhr. Freiburg ist Letzter der zweiten Bundesliga, Hannover Vorletzter. Vier Punkte liegen zwischen den beiden Teams, deren Playoff-Duell im Frühling 2008 über sieben hochemotionale Spiele geführt hatte. Und auch heute könnte sich die Luft ein kleines bisschen aufladen.
Das liegt vor allem daran, dass es um sehr viel geht. Eine Niederlage bedeutet einen Dämpfer im Kampf um eine gute Ausgangslage für die Abstiegsrunde, den Playdowns. Zunächst spielen darin der Viertletzte gegen den Letzten und der Drittletzte gegen den Zweitletzten, jeweils so lange, bis eine Mannschaft vier Partien gewonnen hat. Danach gibt es dasselbe Programm zwischen den beiden Verlierern. Wer da erneut viermal den Kürzeren zieht, steigt ab.
Und weil das alles so ist, haben die Tabellenplätze durchaus eine große Bedeutung. Sowohl Hannover als auch Freiburg wollen deswegen die Rote Laterne vermeiden. Außerdem liebäugeln beide noch mit dem drittletzten Rang, weil der einen (kleinen) Heimvorteil in der ersten Playdown-Runde mit sich bringt.
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Für Aufregung könnte auch die Rückkehr von Petr Mares an seine alte Wirkungsstätte sorgen: Der 30-Jährige hat mehr als 500 Spiele für die Wölfe bestritten; Freiburg ist der Lebensmittelpunkt seiner Familie. Vom Oberligisten Herne wechselte der Flügelstürmer, dessen Verhältnis zu den Wölfe-Verantwortlichen nicht gerade als kuschelig bezeichnet werden kann, vor wenigen Tagen nach Hannover. Mares, das Emotionsbündel, im Trikot des ärgsten Freiburger Widersachers im Abstiegskampf: Ob das gut geht? Gleichzeitig spielt Wölfe-Stürmer Preston Mizzi ebenfalls gegen seinen alten Arbeitgeber, von dem er erst neulich im Unfrieden geschieden ist.
Klar ist auch, dass die Nerven der Norddeutschen blank liegen. Vor zwei Wochen verließ Trainer Joe West zwei Minuten vor Schluss die Spielerbank, weil er den Eindruck hatte, dass seine Profis ihm eh nicht zuhören würden. Überhaupt hat Hannover, die Parallelen zu Freiburg sind deutlich, im Laufe einer verkorksten Saison schon alle Register gezogen: Den Trainer gewechselt. Leistungsträger ausgetauscht. Sich auf der Torhüterposition verstärkt. Doch warum klappt’s trotzdem nicht? "Das Hauptmanko ist weiterhin die Abwehr", sagt Björn Franz von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und spricht von "großen Problemen im Spielaufbau". Das kommt einem irgendwie bekannt vor.
Autor: Martina Philipp
