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01. April 2011 07:00 Uhr

Kommentar

Wölfe-Führung muss die Verantwortung übernehmen

400.000 Euro fehlen den Freiburger Wölfen in der Kasse. Mit Spendenaufrufen versucht der Eishockey-Zweitligist das Schlimmste abzuwenden – Verzweiflungstat. BZ-Redakteurin Martina Philipp fordert die Wölfe-Führung auf, endlich Verantwortung zu übernehmen.

Wenn die Wölfe Freiburg an diesem Freitagabend in Crimmitschau verlieren, dann wäre das ihre fünfte Abstiegsrundenniederlage in Folge und sie wären in die Oberliga abgestiegen. Traurig, bitter und irgendwie zutiefst ermüdend, dass das mal wieder nur Randthema ist. Was soll es aber auch anderes sein – jetzt, da seit Mittwoch bekannt ist, dass der Wölfe GmbH knapp 400.000 Euro fehlen?

Dass die Verantwortlichen nun mit Feuereifer Rettungs-T-Shirts für 25 Euro drucken lassen und mit der Aktion "Volle Hütte" bei den beiden womöglich sportlich bedeutungslosen letzten Heimspielen die Zuschauer um ein Zeichen der Solidarität bitten, wirkt auf die einen vielleicht verzweifelt – auf die anderen aber schlicht dreist. Dreist auch deswegen, weil sich Gesellschafter samt Geschäftsführer spontan dazu entschlossen haben, zu dem überraschend hohen Fehlbetrag erstmal lieber nichts zu sagen und an den vorläufigen Insolvenzverwalter Thilo Braun verweisen.

Verantwortung zu übernehmen für eine hohe Fehlkalkulation sieht anders aus. Ernsthaft kann angesichts dessen keiner der Wölfe-Verantwortlichen erwarten, dass Sponsoren und Fans versuchen, die knapp 400 000 Euro irgendwie zusammenbekommen und sich ein "Weiter wie bisher" wünschen.

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Bei der angekündigten Infoveranstaltung für Spendenwillige wird es am Dienstag großen Gesprächsbedarf geben. Als noch gar nicht klar war, wie hoch die Schulden der GmbH sind, hatte der vorläufige Insolvenzverwalter Braun schon gesagt, dass es schwierig werde, die Insolvenz abzuwenden, aber es gebe in Freiburg ja einige Eishockeyverrückte im positiven Sinn … Dazu kann man nur eines sagen: Wenn jemand verrückt ist, muss man ihn manchmal vor sich selbst schützen.

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Autor: Martina Philipp


15 Kommentare

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Georg Adler

Registriert seit: 29.09.2010

Kommentare: 414

31. März 2011 - 16:52 Uhr

Sehr Treffend Frau Philipp, besonders der letzte Absatz.

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Philipp Weingardt

Registriert seit: 16.07.2010

Kommentare: 132

31. März 2011 - 17:20 Uhr

@todd:

werde mitglied beim verein - dann zeigst du dein interesse !!! das geld ist besser angelegt - wie ne spende in ein schwarzes loch. da kannst du dein geld gleich verbrennen.

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 847

31. März 2011 - 19:24 Uhr

Treffender Kommentar.
Selbst wenn irgendwie die Insolvenz abgewendet werden könnte, das Vertrauen in die Verantwortlichen ist zerstört. Es ist wirklich besser sein Geld in den E.V. zu stecken, denn der ist das Rückgrat des Freiburger Eishockeys. Mit einem gesunden E.V. und hoffentlich einer neuen oder zumindest sanierten Eishalle kann man auch in einigen Jahren wieder an Profisport denken.
Sporthallen gehören genauso zur städtischen Infrastruktur wie Museen und Theater, auch wenn sie eher nicht vom gehobenen Publikum besucht werden. Ich hoffe die Stadt trifft in der Hallenfrage bald eine Entscheidung.

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Thorsten Bühler

Registriert seit: 21.10.2010

Kommentare: 12

31. März 2011 - 19:59 Uhr

Ich finde den Artikel auch sehr treffend, wo sind Sie nun die Schönredner aus der GmbH, allesamt unfähig. Schickt Sie in die Wüste, lieber ein Ende mit Schrecken....

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Rolf Grethel

Registriert seit: 31.03.2011

Kommentare: 5

31. März 2011 - 20:11 Uhr

Hallo Wölfe Fans
Die Wölfe müssen weiter leben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Was hier in der BZ steht und in den Eishockey News kommt einer Hinrichtung gleich Ja es sind Fehler gemacht worden , aber die schuldigen nur in der Führungsebene zu suchen ist falsch ein Großteil der Schuld liegt auch bei den Fans (oder den sogenannte Fans ) denn ca 1000 kommen immer aber mit denen kann der Verein nicht überleben . Alle die jetzt nur meckern weil halt mal wieder das Geld fehlt sollten sich mal überlegen WARUM ??????? gegen den SERC waren in beiden Heimspielen fast 7500 Zuschauer da. Komisch da kommen die Leute aber ein Spiel später warens wieder nur ca 1300 nun kann man sich fragen warum wohl Mir ist das nicht klar ! Wären von diesen 7500 nur über die ganze Saison ca 500 mehr jedes Spiel gekommen dann würden wir hier nicht über 400000 Euro Schulden reden Also liegt doch ein großer Teil der SCHULD an denen die halt nur gegen den SERC gekommen sind .Was kann da die Führungsebene dafür ? FAZIT : Alle sollten mal nachdenken warum der Verein so da steht !!! KOMMT ZUM EISHOCKEY UND DER VEREIN LEBT BLEIBT WEG UND ER STIRBT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

WAS WOLLT IHR ????????????????????????????????????????

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 847

31. März 2011 - 20:43 Uhr

Ich bin einer der 1000 die auch gegen andere Gegner als Schwenningen kommen. Und ich mecker auch!
Den Zuschauerschnitt kann man kalkulieren und das wurde ja angeblich auch getan.

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Rolf Grethel

Registriert seit: 31.03.2011

Kommentare: 5

31. März 2011 - 21:58 Uhr

Wie soll man richtig kalkuliern wenn die Mannschaft gut spielt und doch nur 1300 kommen . ? Bis zur Deutschlandcuppause war die Saison doch klasse und doch kaum Zuschauer woran liegt das ? ich weiß es nicht !. Da will ich wissen wie soll man denn richtig kalkulieren . Mit 1000 gibts halt kein 2. Liga Eishockey in Freiburg mehr !!!

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Beate Hahn  

Beate Hahn

Registriert seit: 17.11.2010

Kommentare: 538

31. März 2011 - 22:45 Uhr

Spenden? Ja sicher, steht noch vor den Spenden nach Japan auf meiner Dringlichkeitsliste.

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Walter Keim

Registriert seit: 08.12.2009

Kommentare: 48

01. April 2011 - 00:22 Uhr

Hr Grethel von den 7500 Zuschauer gegen den SERC in den beiden Spielen waren bestimmt 30-40% SERC Fans die da waren. Und ganz ehrlich heuteabend sind die Wölfe in der Oberliga, außer es geschieht doch noch ein Wunder. Aber nach den Leistungen glaube ich nicht dran, und ich denke in ihren Kopf ist wegen der drohenden Insolvenz und der Abstiegsangst eine Blockade. Denn wenn man gewinnen muß ist nie gut, da verkrampft man eher.

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Kevin Ortlieb

Registriert seit: 30.11.2010

Kommentare: 46

01. April 2011 - 11:08 Uhr

Sehr geehrter Herr Grethel, die Argumentation, dass an einer Pleite 500 Leute schuld sein sollen, die kein oder wenig Interesse an der Veranstaltung haben, überzeugt mich nicht sonderlich. Offensichtlich können nur die Schuld haben, die mit den 500 nicht vorhandenen Kunden gerechnet haben.

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Markus Rösch

Registriert seit: 01.04.2011

Kommentare: 1

01. April 2011 - 19:42 Uhr

Der Kommentar von Frau Philipp war so daneben wie einige ihrer Artikel. Dreist und daneben! Wieso auf den am Boden liegenden noch draufschlagen? Über den Sportclub habe ich noch nie so einen negativen Artikel gelesen, dort schreiben Sie immer mit großer rosaroter Vereinsbrille. Dort wird selbst das Schlechteste noch schön geschrieben. Natürlich wurden Fehler gemacht, aber die gibt es wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.

Waren Sie eigentlich schon mal beim EHC? Waren Sie schon mal auf den Stehplatzrängen oder in den Toiletten? Im VIP-Bereich sieht natürlich alles ganz anders aus bis auf die Toiletten, diese sind dort auch nicht toll, wie so vieles an dieser Bruchbude. Ich stehe seit 35 Jahren in der Nordkurve doch im Moment macht das wirklich keinen Spass. Trotzdem verpasse ich kein Spiel, auch wenn ich einiges verpasse, weil man auf einen Teil der Eisfläche wegen eines Stahlträgers einfach nicht alles sieht. Hätten wir ein schöneres Stadion, wären bestimmt 500-600 Zuschauer mehr im Stadion. Das bringt 300 000 Euro mehr in die Kasse. Da muss auch die Stadt Freiburg in Verantwortung genommen werden. Davon steht in Ihrem Artikel gar nichts.
Hauptsache der SC bekommt eine neue Hütte, das ist natürlich das Wichtigste.

Ich bin ja Eishockeyverrückt aber Schutz brauche ich deshalb noch keinen.

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Daniel Miekisch  

Daniel Miekisch

Registriert seit: 29.03.2011

Kommentare: 248

01. April 2011 - 20:01 Uhr

Frau Philipp scheint wieder in ein Wespennest gestoßen zu haben, so trefflich unsensibel und polarisierend, wie es ihr beim Thema Triathlon schon einmal gelungen ist...

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Ralph Walchner

Registriert seit: 26.06.2009

Kommentare: 847

02. April 2011 - 01:14 Uhr

Da der SC nicht insolvent ist bringt der Vergleich mit ihm gar nichts.

@ Herr Grethel
Die Zuschauerzahl wird vor der Saison kalkuliert. Da in der letzten Saison nur knapp 1400 Zuschauer im Schnitt zu den Spielen kamen, wurde angeblich mit einer ähnlichen Zahl Zuschauer für die aktuelle Saison gerechnet und die Spielergehälter zu einem gewissen Teil an die Zuschauerzahlen gekoppelt. Jetzt können sie sich selber ausrechnen wieviele Zuschauer denn tatsächlich hätten kommen müssen, um das Defizit von über 300 000 € zu decken.
Wie die Mannschaft während der Saison spielt ist aber wohl kaum kalkulierbar.

Ich persönlich finde die Zuschauerzahlen auch enttäuschend, gerade weil Eishockeyspiele Live im Stadion viel mitreissender sind als z.B. Fußballspiele.
Das Gesamtpacket mit baufälliger Halle, sportlicher Bedeutungslosigkeit und relativ teuren Eintrittspreisen ist für viele Leute aber nicht attraktiv genug. Man hat aber schon gesehen dass z.B. zu den Playoffs sehr viel mehr Leute im Stadion waren als während der relativ bedeutungslosen aber zahlreichen Spiele der Hauptrunde. Nur wurden die Playoffs in der 2.Liga seit dem Aufstieg nie erreicht.

Ich kann nur hoffen dass die Eishalle sehr bald saniert oder neu gebaut wird. Da der EHC anscheinend schuldenfrei und sportlich auch sehr erfolgreich ist, lässt sich auf diesem Fundament in Zukunft unter hoffentlich besseren Vorraussetzungen wieder eine Profimannschaft anmelden.

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Michael Pohl

Registriert seit: 26.08.2010

Kommentare: 68

07. April 2011 - 09:31 Uhr

@ Herr Grethel: Logisch ist es auf jeden Fall. Schauen Sie doch einmal was an Öffentlichkeitsarbeit geleistet wird! Wo finden Sie überall Werbung vor einem SC Spiel und wo vor einem EHC Spiel???
Das steht wohl kaum im Verhältnis. Und wenn die GmbH dann noch so absolut nicht nachvollziehbare Entscheidungen trifft wie Markus Berwanger zu entlassen fördert das auch nicht gerade das Image!

Ich bin diese Saison, trotz der teilweise katastrophalen Leistung gegen Ende, zu so ziemlich jedem Heimspiel gegangen und nun weigere ich mich schlicht zu den letzten Heimspielen zu gehen! Wie viel Geld hat man schon rausgeworfen?! Und was bekommt man zurück? Lasche Erklärungsversuche der Gesellschafter und Kritik am Fanverhalten. Super...

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Michael Haberer

Registriert seit: 03.05.2011

Kommentare: 3

03. Mai 2011 - 21:02 Uhr

Indes müssen sich auch einige Fans fragen, inwiefern
ihr eigenes vehementes Bestehen auf die zweite Liga
letztendlich zu dieser Misere geführt hat, trotz all der
berechtigten Zweifel seitens der GmbH, welche letztendlich
natürlich immernoch den Hauptteil der Schuld zu tragen hat.

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