Eishockey

Wölfe verlieren zweites Playdown-Spiel gegen Tölz 2:5

Benjamin Resetz

Von Benjamin Resetz

Fr, 16. März 2018 um 22:35 Uhr

Eishockey

Viele harte Zweikämpfe, Strafen und ein weiteres ernüchterndes Ergebnis für den EHC Freiburg: In Bad Tölz schafften es die Wölfe nach schwacher Leistung nicht, die Serie auszugleichen

2:5 gingen die Wölfe gegen die Tölzer Löwen in Oberbayern unter. Das Spiel verschenkten sie im desolaten zweiten Drittel nach zwei Gegentoren bei eigener Überzahl.

Harte Zweikämpfe, Reibereien – und Strafen

Ohne die angeschlagenen Lutz Kästle und Julian Airich, dafür mit Förderlizenzspieler Marco Wölfl im Tor, wollte sich der EHC für den missglückten Rundenauftakt, der mit 0:3 in eigener Halle verloren ging, revanchieren. Dieses Vorhaben ging allerdings gründlich in die Hose. Es war eine intensive und körperlich geführte Begegnung zwischen Löwen und Wölfen – geprägt von harten Zweikämpfen, Reibereien und Strafen – in der die Gastgeber bereits im ersten Durchgang etwas mehr von der Partie hatten. Im Powerplay erzielte Florian Strobl das 1:0 für die Löwen, indem er einen Abpraller aus der Luft ins Tor beförderte (11.). Der Ausgleich gelang den Breisgauern selbst in doppelter Überzahl, als Niko Linsenmaier den im Slot postierten Tobias Kunz für die Direktabnahme bediente (15.). Nach einem bösen Check gegen Marc Wittfoth, der behandelt werden musste, erhielt der Tölzer Max Hörmann, nebst fünfminütiger Zeitstrafe, eine Spieldauerstrafe.

Im Mittelabschnitt brach das Wölfe-Spiel dann zeitweise völlig zusammen. Bei eigener Überzahl kamen die Gäste aus der Kabine – und kassierten 16 Sekunden nach Beginn des Drittels das nächste Tor durch Strobl. Es war der denkbar ungünstigste Auftakt, doch nicht das Ende der Misere. Noch während des Powerplays traf Johannes Sedlmayr beim Break zum 3:1. Die Freiburger hatten bei eigener Überzahl zwei Treffer binnen zweieinhalb Minuten kassiert. Die Hausherren agierten dominant und körperlich präsent. Der EHC fand kein Mittel, hatte in den Zweikämpfen meist das Nachsehen und durch das Tölzer Forechecking schon im Spielaufbau Probleme. Fast folgerichtig erhöhte Christian Kolacny auf 4:1, gerade als die vierte EHC-Reihe erstmals Eiszeit bekam (32.).

Die Wölfe setzen kaum ernsthafte Akzente

Auch im Schlussdrittel schafften es die Wölfe nicht, den Druck ernsthaft zu erhöhen. Die Zweikampfbilanz fiel nun etwas besser aus, ernsthafte Akzente setzten sie aber nur wenige. Mit der komfortablen Führung im Rücken lauerten die Bayern nun auf Konter. Joonas Vihko erzielte das 5:1 (49.). Wenige Minuten vor Spielende wurde der Torschütze, nach einem überflüssigen Check gegen den Kopf von Enrico Saccomani, des Spiels verweisen. Für ein wenig Ergebniskosmetik sorgte lediglich noch Niko Linsenmaier.

Verloren ist indes noch nichts. In der Best-of-seven-Serie liegt der EHC nun mit 0:2 hinten. Die Mannschaft, die zuerst vier Spiele für sich entscheidet, hat den Klassenerhalt geschafft. Das unterlegene Team muss in der zweiten Playdown-Runde endgültig gegen den Abstieg kämpfen. Spiel drei steigt am Sonntag, 18.30 Uhr, in Freiburg.
Das Spiel in Zahlen

Bad Tölz – Freiburg 5:2 (1:1, 3:0, 1:1)

Tore: 1:0 Strobl (11.), 1:1 Kunz (15.), 2:1 Strobl (21.), 3:1 Sedlmayr (23.), 4:1 Kolacny (32.), 5:1 Vihko (49.) 5:2 Linsenmaier (59.). Strafen: Bad Tölz 76 (Spieldauer gegen Hörmann und Vihko), Freiburg 38 (10 Minuten Disziplinar gegen Linsenmaier). Zuschauer: 2906

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