Wölfl ärgert die Haie

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Mo, 27. November 2017

Schwenningen Wild Wings

Nummer zwei im Schwenninger Tor hält gegen Köln erstklassig / 3:5-Niederlage am Sonntag nach 3:1-Führung in Ingolstadt.

EISHOCKEY. Die Schwenninger Wild Wings besiegten am Freitag zu Hause vor 5134 Zuschauern die Kölner Haie mit 1:0 (0:0, 0:0, 1:0). Der starke Torwart Marco Wölf hielt den Schwenninger Sieg fest. Am Sonntag gab es eine bittere Niederlage. In Ingolstadt mussten sich die Wild Wings nach einer 3:1-Führung mit 3:5 (2:1, 1:1, 0:3) geschlagen geben. Die Abwehr der Schwäne war ungewohnt löchrig.

Die Ingolstädter hatten zuletzt zwar fünf Heimniederlagen in Folge kassiert, aber gegen Schwenningen neun von zehn Spielen zu Hause gewonnen. In der siebten Minute gingen die Schwäne überraschend in Führung. Andrée Hult traf gegen Timo Pielmeier mit seinem fünften Saisontor in den Winkel. Die Bayern hatten sofort die passende Antwort parat. Mike Collins glich nur eine Minute später mit einem abgefälschten Schuss aus. Ein sehenswerter Treffer von Stefano Giliati, es war sein fünfter in dieser Saison, brachte den SERC aber erneut in Front.

Zu Beginn des zweiten Drittels Überzahlspiel für die Wild Wings. Olver war gerade mal ein paar Sekunden von der Strafbank zurück, da traf Tim Bender per Abstauber zum 3:1 für Schwenningen (26.). 14 Sekunden später schafften die Ingolstädter aber wieder den Ausgleich. Laurin Braun traf vom Bully weg durch die Beine von Verteidiger Kyle Sonnenburg, Schlussmann Dustin Strahlmeier konnte nicht reagieren. 15 Sekunden waren im letzten Drittel gespielt, da fiel der verdiente Ausgleich. Brett Olson war mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich. Nur 47 Sekunden später gingen die Ingolstädter in Führung. Strahlmeier ließ einen Schuss von Patrick McNeill abprallen, Thomas Greilinger staubte mit seinem zwölften Saisontor erfolgreich gegen seinen Ex-Klub ab. Und David Elsner tunnelte eine Zeigerumdrehung weiter Strahlmeier aus kurzer Entfernung zum 5:3-Endstand. Der Schwenninger Torwart schlug vor Wut dreimal mit seiner Kelle gegen den Torpfosten.

Die Schwenninger hatten am Freitagabend zunächst gegen Köln große Probleme, die Vorgabe von Trainer Pat Cortina ("wir müssen die Scheibe schneller zum gegnerischen Tor bringen") umzusetzen. Im ersten Drittel ging bei den Schwänen nach vorne herzlich wenig. Die meisten Scheiben flogen neben den von Justin Peters gehüteten Haie-Kasten. Marco Wölfl, der den Vorzug gegenüber Dustin Strahlmeier erhielt, wehrte aber gegen Justin Shugg, Kai Hospelt und Christian Ehrhoff jeweils gekonnt ab. In der zehnten Spielminute hatte der junge Schwenninger Goalie Glück, dass Philip Gogulla nur die Latte traf.

Das Überzahlspiel der Haie war gefällig, aber im Abschluss blieben die Kölner zu unentschlossen. In der 47. Minute gingen die Wild Wings überraschend in Front. Fleury behielt vor dem Kölner Kasten die Nerven und überwand Peters. Köln rannte nun an, versuchte auszugleichen. Doch Wölfl hielt überragend und sicherte den Schwänen vor 5134 Fans den glücklichen Dreier.