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07. August 2012

Rekord-Niveau

Die Liga boomt: Fast 500.000 Dauerkarten sind schon verkauft

50 Jahre ist sie alt - doch die Attraktivität der Bundesliga ist ungebrochen. In der Zuschauergunst ist die höchste Fußballklasse auch im Olympia-Jahr der Deutschen liebstes Kind.

  1. Auf Schalke und anderswo ist die Fußball-Begeisterung ungebrochen. Foto: dapd

FREIBURG (dpa). Für die in 18 Tagen beginnende Jubiläumssaison haben die 18 Bundesliga-Vereine nach eigenen Angaben schon 480 595 Dauerkarten verkauft. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Damit bewegt sich das Premiumprodukt ziemlich exakt auf dem Rekordniveau des Vorjahres, als zum vergleichbaren Zeitpunkt 480 835 Abos abgesetzt wurden. Weder das Halbfinal-Aus der deutschen Nationalelf gegen Italien bei der EM in Polen und der Ukraine, noch die von zahlreichen Clubs angehobenen Preise können den anhaltenden Bundesliga-Boom stoppen. Im Durchschnitt hat jeder Verein bereits vor dem Verkauf von Tageskarten 26 700 Plätze besetzt.

Wie in den vergangenen Jahren führt Double-Sieger Borussia Dortmund die Liste mit 54 000 Jahrestickets vor dem Revierrivalen FC Schalke 04 (43 195) und Rekordchampion Bayern München (38 000) an. Das sportliche Top-Trio der Vorsaison hat den Verkauf ebenso eingestellt wie viele andere Klubs. Die zur Verfügung stehenden Kontingente waren ruckzuck vergriffen.

Verständlicherweise riesengroß ist die Aufstiegseuphorie bei Fortuna Düsseldorf nach 15 Jahren Bundesliga-Abstinenz. Mit 31 000 verkauften Jahresabonnement katapultierten sich die Rheinländer mit ihrem Vereinsrekord auf Platz vier. "Dass wir so viele Dauerkarten abgesetzt haben, ist sensationell. Damit haben wir nicht gerechnet", sagte Düsseldorfs Vorstandsmitglied Sven Mühlenbeck. Der Verkauf in Düsseldorf wurde ebenso eingestellt wie beim Rückkehrer Eintracht Frankfurt (26 000) und Liga-Neuling SpVgg Greuther Fürth (13 000), der freilich über ein viel kleineres Stadion als die Konkurrenz verfügt. Das gilt auch für den SC Freiburg, der aktuell 13 400 Jahreskarten für seine Heimspiele an den Mann oder die Frau gebracht hat. Das sind laut Vereinsangaben rund 1000 Abos mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Nur geringfügig schlechter als vergangene Saison läuft es bei 1899 Hoffenheim (16 500/Vorjahr 18 000) und Bayer Leverkusen (18 500/ 19 000). "Der Rekord im Vorjahr war sicher auch der Champions-League-Teilnahme geschuldet", erklärte Bayer-Sprecher Meinolf Sprink. Hoffenheims Geschäftsführer Frank Briel ist absolut zufrieden: "Die Ersteuphorie nach dem Bundesliga-Aufstieg, als wir 20 000 Dauerkarten verkauften, hat sich auf einem stabilen Niveau eingependelt. Wir dürfen nicht so vermessen sein zu glauben, dass wir jedes Jahr neue Rekorde schreiben."

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Autor: dpa