Dämpfer für Aufsteiger Magdeburg

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Von dpa

Mo, 06. August 2018

2. Bundesliga

1:2 zum Zweitligastart gegen St. Pauli / Schon Unruhe beim HSV.

MAGDEBURG/HAMBURG (dpa). Der 1. FC Magdeburg hat bei seiner Premiere in der zweiten Fußball-Bundesliga eine Niederlage kassiert. Der Europacupsieger im Wettbewerb der Pokalsieger (1974) unterlag dem FC St. Pauli am Sonntag 1:2 (1:1). Vor 24 156 Zuschauern brachte Torjäger Christian Beck die Hausherren in der 16. Minute in Führung. Den Ausgleich für St. Pauli erzielte Christopher Buchtmann (29.). Mit einem Traum-Freistoß sorgte Marvin Knoll (83.) für den Sieg des Kiez-Klubs aus Hamburg.

Die Magdeburger begannen in der ausverkauften Arena ohne großen Respekt gegen den Verein, gegen den sie vor elf Jahren in der damaligen Regionalliga durch eine 0:1-Niederlage den Aufstieg am letzten Spieltag verpasst hatten. Mit Einsatz und taktischer Disziplin wollte es die Mannschaft von Trainer Jens Härtel den Hamburgern möglichst schwer und unbequem machen. Der Plan ging jedoch nur zunächst auf.

Sportvorstand Ralf Becker vom Erstliga-Absteiger Hamburger SV hat nach der 0:3-Auftaktniederlage gegen Holstein Kiel zur Besonnenheit gemahnt. "Wir lassen uns nach einem Spieltag nicht verrückt machen und auseinanderdividieren. Wir haben noch 33 Spiele vor uns. Wir haben einen Schlag bekommen, damit müssen wir offensiv umgehen und eine gute Trainingswoche hinlegen", sagte Becker. "Wir haben nächsten Sonntag in Sandhausen die Chance, vieles besser zu machen", sagte er mit einigem Abstand.

Vor Spielbeginn am Freitagabend hatten die Fans im mit 57 000 Besuchern ausverkauften Volksparkstadion eine Champions-League-reife Vorstellung geboten. Die Hamburger hatten anfangs gute Chancen für zwei, drei Tore Vorsprung, doch alle wurden versiebt. Die Gegentreffer von Jonas Meffert (bisher SC Freiburg), David Kinsombi und Mathias Honsak wurden dann zum Party-Crasher.

HSV-Trainer Christian Titz warnte vor Aktionismus. "Wir werden jetzt nicht alles über den Haufen werfen und alles in Zweifel ziehen", so der 47-Jährige. Er gilt weiter als Hoffnungsträger, auch wenn in Ex-Präsident Jürgen Hunke beim TV-Sender Sport 1 ein erster Kritiker auftauchte. Titz sei "ein netter Kerl, aber nur mit nettem Worten reißt man nichts im Profifußball. Er macht viel zu viele Interviews."