Erzgebirge Aue geht auf die Barrikaden

dpa

Von dpa

Di, 15. Mai 2018

2. Bundesliga

Fußball-Zweitligist kritisiert Schiedsrichterleistung scharf.

AUE (dpa). Widerspruch gegen die Spielwertung, Strafanzeige gegen den Schiedsrichter und DFB-Ermittlungen gegen den Präsidenten von Erzgebirge Aue: Die Zweitligapartie des sächsischen Klubs bei Darmstadt 98 (0:1) hat ein Nachspiel. Die abstiegsbedrohten Auer haben beim Deutschen Fußball-Bund Widerspruch gegen die Spielwertung eingelegt. Als Grund gaben die Sachsen drei eklatante Fehlentscheidungen durch das Schiedsrichterteam unter der Leitung von Sören Storks an.

Der DFB-Kontrollausschuss wiederum leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den Aue-Vereinspräsidenten Helge Leonhardt "wegen verschiedener Äußerungen" ein. Er hatte nach der Niederlage am Sonntag in Darmstadt davon gesprochen, dass sein Verein verschaukelt worden sei und er nicht wisse, "ob fahrlässig oder vorsätzlich". Schiedsrichter Storks hatte in der Partie übersehen, dass der Ball nach einem Schuss von Aues Calogero Rizzuto (4. Minute) erst deutlich hinter der Torlinie geklärt wurde. Außerdem verweigerte der Unparteiische den Gästen wohl einen klaren Handelfmeter (31.). Die Auer müssen nun in zwei Relegationsspielen am 18. und 22. Mai gegen den Drittliga-Dritten Karlsruher SC antreten. Außerdem stellte Tobias Andrä, Mitglied des Stadtrats von Aue, gegen Referee Storks Strafanzeige wegen des Verdachts des Betruges bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt.