FC Basel setzt in der Krise auf Routinier Koller

Winfried Dietsche

Von Winfried Dietsche

Fr, 03. August 2018

FC Basel

Zürcher folgt beim Vizemeister auf entlassenen Trainer Wicky.

BASEL (-di). Kehrtwende beim FC Basel. Nach der Entlassung des 41-jährigen Jungtrainers Raphael Wicky, der 2017 vom U-21- zum Chefcoach aufgestiegen war und die Serie von acht Meistertiteln hat reißen lassen, setzt der Schweizer Fußball-Vizemeister auf einen – so Sportchef Marco Streller – "starken Trainer mit großer Erfahrung und großem Leistungsausweis": Marcel Koller, von 2011 bis Ende 2017 Teamchef von Österreichs Nationalauswahl, soll den FCB wieder auf Erfolgskurs bringen. Der 57 Jahre alte Zürcher hat am Donnerstag in Basel bis 2020 unterschrieben und debütiert am Samstag im Kellerduell der Super League gegen seinen Stammclub Grasshoppers, mit dem er als Spieler sieben und als Trainer einen Meistertitel gefeiert hatte. Die Bebbi sind am Tiefpunkt einer Krise am Mittwoch mit Interimscoach Alex Frei in der zweiten Qualifikationsrunde der Champions League an PAOK Saloniki gescheitert (0:3 nach 1:2),

Die Karriere als Übungsleiter führte Koller über den FC St. Gallen (Meister 2000) und die Grasshoppers auch nach Deutschland. Beim 1. FC Köln (von November 2003 bis zum Abstieg aus der Bundesliga im Juni 2004) gilt der einstige Mittelfeldmann (55 Länderspiele für die Schweiz) als Entdecker Lukas Podolskis. 2006 führte Koller den VfL Bochum in die Bundesliga und hielt drei Jahre die Klasse.